Zahl der Pensionäre im öffentlichen Dienst gestiegen

Die Zahl der Pensionäre im öffentlichen Dienst in Deutschland ist zuletzt weiter gestiegen. Am 1. Januar 2020 gab es 1.340.200 Pensionäre nach dem Beamten- und Soldatenversorgungsrecht, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mit. Das waren 2,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Zahl Der Pensionaere Im Oeffentlichen Dienst GestiegenAlter Mann und junge Frau, über dts Nachrichtenagentur

Die Pensionäre erhielten durchschnittlich 3.110 Euro brutto Ruhegehalt (2019: 2.970 Euro). Zusätzlich bezogen rund 376.100 Hinterbliebene Versorgungsleistungen (-0,2 Prozent). Die Ausgaben für Pensionen der ehemaligen Staatsbediensteten beliefen sich 2019 auf 48,8 Milliarden Euro – rund 1,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Für die Hinterbliebenenversorgung wurden 7,9 Milliarden Euro aufgewendet. Im Bereich des Bundes blieb die Zahl der Pensionäre am 1. Januar 2020 gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Bei den Ländern stieg deren Zahl gegenüber dem Vorjahr um 3,0 Prozent, bei den Kommunen um 3,6 Prozent. Der Schuldienst der Länder bildet mit einem Anteil von 33,1 Prozent aller Pensionäre die größte Gruppe der Ruhegehaltsempfänger in Deutschland.

Ehemalige Beamte der Deutschen Bundesbahn und der Post stellen mit 22,1 Prozent die zweitgrößte Gruppe. Die übrigen Pensionäre verteilen sich auf den restlichen Bundes- (10,9 Prozent) und Landesbereich (25,2 Prozent) sowie auf die Kommunen (7,3 Prozent) und die Sozialversicherung (1,5 Prozent). Seit dem Jahr 2000 hat sich die Zahl der Pensionäre stark erhöht (+53,9 Prozent), so die Statistiker weiter. Dieser Anstieg lässt sich überwiegend auf die hohe Zahl an Pensionierungen von Lehrern zurückführen, die in den 1960er- und 1970er-Jahren eingestellt wurden.

Mittlerweile sind die stärksten Einstellungsjahrgänge allerdings bereits pensioniert worden, sodass es 2019 erstmals seit 2010 wieder zu knapp unter 20.000 Neupensionierten im Schuldienst kam. Die meisten Pensionierungen fanden hier mit jeweils 27.900 in den Jahren 2014 und 2015 statt.