Die Zahl der im Ausländerzentralregister (AZR) registrierten Schutzsuchenden ist im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Am 31. Dezember 2018 waren knapp 1,8 Millionen Schutzsuchende im AZR registriert, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mit. Damit stieg die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 101.000 (+sechs Prozent). Flüchtlinge an einer Aufnahmestelle, über dts Nachrichtenagentur

Der Anstieg liegt in der Größenordnung des Vorjahres (+fünf Prozent). Als Schutzsuchende gelten Ausländer, die sich nach Angaben des AZR unter Berufung auf humanitäre Gründe in Deutschland aufhalten. Der Großteil aller Schutzsuchenden reiste erstmals seit Anfang des Jahres 2014 nach Deutschland ein (71 Prozent).

Zu den Schutzsuchenden zählten nach Angaben des AZR zum Jahresende 2018 rund 306.000 Personen mit offenem Schutzstatus, über deren Asylantrag noch nicht rechtskräftig entschieden worden war, so die Statistiker weiter. Das waren 43.000 weniger als im Vorjahr und 269.000 weniger verglichen zum Höchststand Ende 2016. Entgegen diesem allgemeinen Trend verzeichnete das AZR einen Anstieg bei Personen mit offenem Schutzstatus aus der Türkei von 10.000 auf 14.000 und aus dem Iran von 18.000 auf 21.000. Rund 1,3 Millionen Schutzsuchende verfügten 2018 über einen humanitären Aufenthaltstitel und damit über einen anerkannten Schutzstatus. Das waren 129.000 mehr als im Vorjahr (+elf Prozent). Rund 62 Prozent der Schutzsuchenden mit anerkanntem Schutzstatus sind Staatsangehörige aus Syrien (526.000), dem Irak (138.000) oder Afghanistan (131.000).