Zahngesundheit – die Anzahl an Bundesbürgern mit Zahnzusatzversicherung wächst stetig

Zahnerkrankungen werden häufig unterschätzt. Dabei schaden Karies und Parodontitis schaden nicht nur den Zähnen selbst, sondern können auch Auswirkungen auf den allgemeinen Gesundheitszustand haben. Entzündetes Zahnfleisch und kranke Zähne können den ganzen Körper negativ beeinflussen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sowie eine sorgfältige Zahnpflege können vor Zahnschäden schützen und dazu beitragen, dauerhafte Zahnprobleme zu verhindern. 

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Gestiegene Kosten im Gesundheitswesen begünstigen den Trend zur privaten Vorsorge

Wenn Zahnerkrankungen nicht behandelt werden, besteht die Gefahr, dass die Zähne teilweise oder vollständig zerstört werden. Zu den häufigsten Zahnkrankheiten gehören neben Karies auch Zahnfleischentzündungen (Gingivitis), Zahnbettentzündungen (Parodontitis), Zahnmarkentzündungen (Pulpitis) und Zahnwurzelentzündungen. In der Regel kann ein durch eine Zahnkrankheit teilweise zerstörter Zahn wieder aufgebaut sowie durch eine Krone oder Brücke ersetzt werden. In der modernen Zahnmedizin stehen dafür heutzutage verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Da Versicherte gesetzlicher Krankenkassen Anspruch auf eine zahnärztliche Grundversorgung haben, werden meist die Kosten für einfachen Zahnersatz übernommen, während die Ausgaben für hochwertige Alternativen wie beispielsweise Implantate aus eigener Tasche finanziert werden müssen. Hohe Zuzahlungen sowie mangelnde Kostenübernahme gesetzlicher Versicherungen führen dazu, dass eine Zusatzabsicherung in Betracht gezogen wird. In puncto Zahnersatz gehört lediglich ein Festzuschuss zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung, sodass zusätzliche Kosten vom Versicherten selbst übernommen werden müssen. Um den Eigenanteil zu reduzieren, kann eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen werden. Eine kürzlich durchgeführte Umfrage ergab, dass die Anzahl der Bundesbürger, die über eine Zusatzversicherung verfügen, in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen ist, sodass mittlerweile mehr als 16 Millionen Deutsche im Besitz einer entsprechenden Versicherungspolice sind. Die Anzahl der Versicherungsverträge hat sich somit seit 2005 nahezu verdoppelt. Der Trend zu privater Vorsorge hält dadurch auch in diesem Jahr ungebrochen an. Zu den Leistungen einer Zahnzusatzversicherung zählt unter anderem die Kostenübernahme für Zahnersatz. Abhängig vom abgeschlossenen Tarif werden auch die Kosten einer professionellen Zahnreinigung sowie kieferorthopädische Behandlungen von der Zusatzversicherung übernommen. Steigende Kosten im Gesundheitswesen tragen dazu bei, dass die Bedeutung einer privaten Zusatzversorgung weiter Wachsen wird. 

Worauf ist im Zusammenhang mit einer Zahnzusatzversicherung zu achten?

Eine Zahnzusatzversicherung dient als zusätzlicher Versicherungsschutz, da diese im Rahmen der zuvor vertraglich vereinbarten Erstattungshöhe die Kosten für Zahnbehandlung, die nicht von der gesetzlichen Krankenkasse getragen werden, übernimmt.

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Außerdem werden von einer Zahnzusatzversicherung auch Behandlungskosten, die nicht durch die gesetzliche Versicherung gedeckt sind, erstattet. Da sich die Versicherungsleistungen jedoch abhängig vom Vertragsmodell sehr voneinander unterscheiden können, ist es sinnvoll, verschiedene Optionen miteinander zu vergleichen. Mittlerweile gibt es neben den großen Playern wie Check24 oder Verivox auch zahlreiche Infoportale zum Thema Zahnzusatzversicherung. Bei der Tarifauswahl sollten verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. In erster Linie ist der eigene Bedarf ausschlaggebend, sodass beim Versicherungstarif insbesondere auf die Höhe der Kostenübernahme bei Zahnarztbehandlungen, beim Zahnersatz und für kieferorthopädischen Maßnahmen geachtet werden sollte. Außerdem ist es wichtig, auch auf Leistungsausschlüsse und Höchstdeckungssummen zu achten, da bedingt durch Wartezeiten in den ersten Versicherungsjahren die vereinbarten Leistungen oft nicht im vollen Umfang erbracht werden. Es empfiehlt sich deshalb, den Versicherungsvertrag genau unter die Lupe zu nehmen und dabei auch auf versteckte Vertragsklauseln zu achten. 

Welche Anforderungen sollte eine Zusatzversicherung erfüllen?

Grundsätzlich existieren bei Zahnzusatzversicherungen auch Vertragsmodelle ohne Wartezeiten, sodass die vertraglich vereinbarten Leistungen sofort beansprucht werden können. Darüber hinaus findet man auch Tarife, die auf bestimmte Leistungsschwerpunkte wie Zahnersatz oder spezielle Zahnbehandlungen fokussieren. Während diese Leistungen für Erwachsene von großer Bedeutung sind, sollte bei Zahnzusatzversicherungen für Kinder eher auf Bereiche wie Zahnvorsorge und Kieferorthopädie geachtet werden. Eine gute Zahnzusatzversicherung sollte nicht nur die Kosten für notwendige Zahnbehandlungen erstatten, sondern auch hochwertige Zusatzleistungen wie Keramikbrücken, Implantate und professionelle Zahnreinigungen übernehmen. Höhere Zuzahlungen für den Zahnersatz zählen zu den Hauptgründen für den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung. Aufgrund gestiegener Kosten im Gesundheitswesen erhöht sich die Anzahl gesetzlich Versicherter mit einer Zahnzusatzversicherung von Jahr zu Jahr. Häufig können die Zusatzleistungen anhand diverser Leistungsbausteine selbst ausgewählt werden, sodass ein individueller Versicherungsschutz möglich ist. Generell sollte bei einer Zusatzversicherung auf den Leistungsumfang, auf die allgemeine Kostenerstattung sowie auf eventuelle Beschränkungen, Alterungsrückstellungen und Laufzeiten geachtet werden.