Zoll nimmt chinesischen Händler auf Münchner Fachmesse fest – Mutmaßlicher Komplize in Augsburg verurteilt

Zollfahnder haben auf einer Fachmesse in München einen Vertreter der chinesischen Solarindustrie festgenommen. Ihm werde gewerbsmäßiger Schmuggel und Steuerhehlerei vorgeworfen, berichtet der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe. Der Mann soll als Teil einer Bande Solarmodule eines chinesischen Herstellers unter dem von der EU festgeschriebenen Mindesteinfuhrpreis verkauft haben.

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Um die Behörden zu täuschen, sei die Ware auf dem Papier zum Mindesteinfuhrpreis zollfrei eingeführt, tatsächlich aber billiger verkauft worden, schreibt das Nachrichtenmagazin. Die Zollfahndung Hamburg, die das Verfahren gegen den Händler betreibt, geht davon aus, dass die illegalen Geschäfte auf einer Messe in München eingefädelt wurden.

Ein mutmaßlicher Komplize des festgenommenen Chinesen wurde unlängst vom Landgericht Augsburg zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und acht Monaten verurteilt.