Zoo Augsburg aktuell | Reichlich tierischer Nachwuchs

Wetterbedingt waren die Besucherzahlen in den vergangenen Wochen überschaubar, und doch ist im Tierpark einiges passiert. Was genau sagen wir Ihnen in der neuesten Ausgabe von Zoo Augsburg aktuell.

Foto: Peter Bretschneider

Die jungen Wilden

Das 19-jährige Seehundweibchen Pia kam vor vier Jahren aus dem Serengeti-Park Hodenhagen in den Zoo Augsburg, Mutter wurde sie in diesem Zeitraum leider bisher noch nicht. Nachdem sie in den letzten Wochen sichtbar runder wurde, war dann aber doch recht schnell klar, dass sie trächtig sein musste. Vor zwei Wochen war es dann so weit und Pia brachte ein gesundes männliches Jungtier zur Welt, das von den Pflegern auf den Namen “Jolo” getauft wurde.

Weitere acht Jungtiere wurden bei den chinesischen Baumstreifenhörnchen geboren. Somit halten wir in diesem Jahr bereits bei über 20 Jungtieren.

Foto: Peter Bretschneider

Nach dem Umzug der Inkaseeschwalben in die begehbare Voliere vor ein paar Jahren und die Aufstockung des Bestandes, läuft es nun mit der Zucht nahezu perfekt. Weitere zwei Jungvögel sind geschlüpft. In Summe sind es wohl bereits 5 Jungvögel, vielleicht aber auch mehr. Die dichte Vegetation in der Voliere lässt eine exakte Zählung aktuell nicht zu.

Foto: Peter Bretschneider

Sehr gut läuft es dieses Jahr auch bei den Straußwachteln. Hier ziehen die beiden Altvögel bereits den dritten Schlupf in Folge auf. Diesmal sind es drei Küken.

Wiederholt Nachwuchs gab es bei den Krick-, den Moor-, den Blauflügelenten, den Waaliatauben und den roten Sichlern.

Nachdem in den letzten Wochen meist nur drei der vier Mönchssittichen zu sehen waren, wurde schon mit dem ersten Nachwuchs dieser im Jahr 2018 neu in den Zoo Augsburg eingezogenen Art gerechnet. Nestkontrollen sind bei diesen Sittichen, die Gemeinschaftsnester aus Zweigen bauen, nicht ganz so einfach. Ein Handyfoto, das ein Tierpfleger von der Brutkammer gemacht hat, zeigte zuerst nur drei Jungtiere. Ausgeflogen sind vor ein paar Tagen dann aber doch sieben Jungsittiche. Schlagartig hat sich somit der Geräuschpegel in der „Südamerika-Ecke“ des Zoos fast verdreifacht.

Foto: Thomas Lipp

Zu guter Letzt dürfen auch die Reptilien nicht fehlen. Auch hier gab es zum wiederholten Male Nachwuchs bei den Mosambik-Gürtelschweifen.

Die Neuzugänge

Nach Beendigung der Quarantänezeit werden drei Paare der farbenprächtigen Gelbseitensittiche bei den Krallenaffen und den Agutis im Tigerhaus einziehen. Die Vögel wurden vom Vogelpark Olching übernommen, der im Gegenzug den Nachwuchs der Inkaseeschwalben aus dem Vorjahr erhalten hat.

Foto: Peter Bretschneider

Aus dem Vogelpark Olching wurde zudem ein weiblicher europäischern Triel übernommen.

Neu im Bestand ist auch ein Paar der Madagaskar-Taggeckos, das bereits im Reptilienhaus zu sehen ist.

Foto: Thomas Lipp

Eine kleine Erfolgsmeldung von den Giraffen: Die Taktik mit dem Sand-Laufweg, der sich durch das heranwachsende Gras „auflösen“ sollte, ist voll und ganz aufgegangen. Gaya hat sich an die immer dichter werdende Grasnarbe gewöhnt und läuft seit circa drei Wochen auf Gras, als wäre es für sie das Normalste auf der Welt.

Foto: Martin Klein

Die Abgänge

Elf junge Baumstreifenhörnchen wurden an den Zoo Schmiding abgegeben. Zwei weitere Hörnchen und eine Straußwachtel gingen an den Zoo Dresden.

Die Trauerfälle

Leider mussten aus unterschiedlichen gesundheitlichen Gründen ein Alpensteinbock und zwei ostkaukasische Ture erlöst werden. Die Küken der Erstgelege bei den Rosa Löfflern haben leider nicht überlebt und auch das Pantherchamäleon in der Tropenhalle ist verstorben. Dieses Männchen ist vor acht Jahren als bereits ausgewachsenes Tier in den Zoo Augsburg gekommen und hat somit ein wahrhaft rekordverdächtiges Alter für ein Pantherchamäleon erreicht.

Baumaßnahmen

Nach dem Tod des Pantherchamäleons sind die Handwerker gerade dabei das Terrarium in der Tropenhalle neu zu gestalten.

Foto: Thomas Lipp

Parallel zum Terrarium wird auch an der Erweiterung der Pinguinanlage und an der Futterstelle für die Rentiere gearbeitet.

Elefantenanlage

Der Fassadenanstrich an der Nordwestseite wurde so gut wie fertiggestellt und weiters wurde mit der Montage der Holzfassade begonnen. Im Haus werden gerade die Heizpanelle an der Decke miteinander verbunden und die Stromleitungen und der Estrich verlegt. Richtig spektakulär gestaltet sich gerade die Montage der tonnenschweren Trenngitter in den Absperrboxen.

Ebenfalls abgeschlossen sind die Bohrpfahlarbeiten im Außengehege. Nun wurde mit dem Setzen der Zaunpfähle begonnen.