Zu viele Fehler | Augsburger Panther verlieren Retro-Derby in Nürnberg

Die Augsburger Panther mussten zwischen den Jahren zum ewig jungen Duell nach Nürnberg. Der AEV leistete sich zu viele Fehler, so gab es an diesem 32. Spieltag in Franken nichts zu holen. Das Kreutzer-Team musste nach einem 2:5 die Heimreise ohne Punkte antreten.

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Nach dem herausragenden Comeback-Sieg in Düsseldorf wollten die Augsburger Panther im „Duell der zweiten Tabellenhälfte“ bei den Icetigers nachlegen.

Der AEV ging das Ganze mit dem entsprechenden Selbstvertrauen an. Nach einer fehlerbehafteten Anfangsphase konnte EHC-Schlussmann Treutle die erste große Chance durch Puempel noch abwehren, wenig später sah er die Scheibe nur noch hinter sich. Andersen war bis zur verlängerten Torlinie gefahren und jagte die Scheibe von dort aus am überraschten Keeper vorbei (8.). Auch in der Folge blieben die Gäste das etwas bessere Team, kassierten aber schnell durch einen Kontertreffer von Leonhardt den Ausgleich (12.). Die erneute Führung durch ein Powerplaytor von Hakulinen (19.) konnten die Hausherren durch einen Abstauber von Fleischer nur zwanzig Sekunden später ausgleichen.

Vom AEV ist nur noch wenig zu sehen

Trotz des Spielstands waren die Panther im Startdrittel das etwas bessere Team gewesen, davon sollte nach der ersten Pause kaum mehr etwas zu sehen sein. Früh kassierte das Kreutzer-Team zwei Strafzeiten, die zweite konnte Shaw zur ersten Nürnberger Führung des Abends nützen (25.). Der AEV fand anschließend kaum zurück ins Spiel. Gerade als die Schwaben nach einer guten Viertelstunde endlich zaghafte Aktionen im Drittel der Icetigers hatten, mussten sie ein weiteres Gegentor hinnehmen. Wie schon beim 1:1 setzten die Gastgeber zu einem mustergültigen Konter an, Hede konnte sich dieses Mal als Torschütze eintragen lassen (35.). Bis zur Sirene hätte der Spielstand sogar noch klarer ausfallen können, doch Endras hielt seine Mannschaft im Spiel.

Zu viele Fehler

Ein Eishockeyspiel ist im Normalfall noch nicht nach 40 Minuten beendet, was Panther ja erst am 2. Weihnachtstag unter Beweis gestellt hatten. Augsburg hatte noch ausreichend Zeit, um in diesem ewig jungen Duell (heute als Retro-Derby in Remake-Jerseys ausgetragen) noch zu punkten. An diesem Donnerstagabend sollte daraus allerdings nichts mehr werden. Nach einem bösen Abwehrfehler von Rantakari fiel die Entscheidung. Der finnische Verteidiger setzte mit einem kapitalen Fehlpass vor dem eigenen Tor Schmölz in Szene, der Fleischer zum 5:2 auflegen konnte (48.). Alles in allem leistete sich der AEV zu viele Fehler im Spielaufbau, um etwas gegen die zielstrebigen Nürnberger zu holen.

AEV: Endras, Keller– Southorn, Welsh, Schüle, Rantakari, Renner,  Sezemsky – Volek, Collins, Mitchell, Karjalainen, Trevelyan,  Soramies, Oblinger, Andersen, Puempel, Handschuh Esposito, Hakulinen

Tore: 0:1 Andersen (Rantakari) (8.), 1:1 Leonhardt (Treutle/Gerard) 12., 1:2 Hakulinen (Trevelyan/Karjalainen) 19., 2:2 Fleischer (Schmölz/Dougherty) 20., 3:2 Shaw (Fox/Leonhardt) 25., 4:2 Hede (Maier/Barratt) 35., 5:2 Fleischer (Schmölz) 48.,

Schiedsrichter: Kopitz, Odins | Römer, Hofer  Strafzeiten: Nürnberg 6 – Augsburg 10

Zuschauer: 7.672 (ausverkauft)