Der neue Anbieter für den regionalen Zugverkehr in Schwaben hat weiterhin Probleme.

Go-Ahead hatte gestern das Problem, dass insgesamt 9 Züge fast zeitgleich stehen geblieben sind, davon 4 auf freier Strecke. Durch das Blitzeis hatte sich – vereinfacht gesagt – an der Oberleitung Eis gebildet, damit kamen die Züge nicht zurecht. Das Unternehmen hatte dann zur Sicherheit der Fahrgäste entschieden, dass alle Züge am nächsten Bahnhofe gestoppt werden; die defekten Züge wurden zum Teil abgeschleppt, zum Teil evakuiert „Wir danken allen Fahrgästen für ihre Geduld und vor allem den Rettungs- und Einsatzkräften und bedauern die entstandenen Unannehmlichkeiten sehr.“ , so Go Ahead in einer Stellungnahme.

Die defekten Züge sind inzwischen auf dem Weg in die Werkstatt oder dort bereits angekommen. Die Schäden sind vor allem an den Stromabnehmern und der Elektronik, aber es gibt auch noch andere Störungen. Derzeit wird geschaut, wie schnell die Züge wieder zur Verfügung stehen können.

Go-Ahead hat gestern den Zug-Hersteller in die Pflicht genommen, die Mängel sofort abzustellen; dieser hat umgehend damit begonnen, aufgetretene Fehler und Störungen zu beheben.Trotzdem haben heute morgen 13 Züge gefehlt. Zudem wurden durch das Blitzeis gestern die Arbeitszeiten etlicher Kolleginnen und Kollegen deutlich verlängert, so dass heute morgen nicht alle eingesetzt werden konnten. Der Betrieb hatte deshalb an einigen Stellen reduziert werden müssen. Zusätzliche Fahrzeugstörungen heute früh haben auch heute kein stabiles Ersatzkonzept ermöglicht.

Ausblick: Weiter Probleme im Raum Augsburg 

Go-Ahead plant morgen im Allgäuer Netz wieder deutlich mehr als den heutigen Zwei-StundenTakt zu fahren.

Aufgrund des hohen Schadstands der Fahrzeuge im Augsburger Netz lässt sich derzeit nicht sagen, wann dort wieder in vollem Umfang gefahren werden kann. Um einen stabileren Betrieb zu gewährleisten und den Fahrzeugmangel in den kommenden Tagen abarbeiten zu können, plant  das Unternehmen auf diesen Strecken ein stabiles Pendelkonzept eizunführen.

 

„Wir informieren über alle Kanäle, sobald wir das Konzept konkret ausgearbeitet haben. Interessenten können uns auf Twitter folgen und erhalten dann aktuelle Infos; sie können sich auch auf unserer Website in einen Verteiler für ihre Strecke eintragen, dann informieren wir sie direkt per E-Mail.“

Derzeit sind allerdings auch alle Websites von Go-Ahead in Deutschland ausgefallen, so dass auf diesem Weg nicht informiert werden kann.