Die Augsburger Panther blieben auch im zweiten Saisonheimspiel ungeschlagen. Dank eines späten Treffers von Sam Soramies besiegte der AEV auch die Düsseldorfer EG.20220925 Aev Deg14

Nach der deutlichen 0:6-Niederlage in München zeigten sich die Augsburger Panther am Sonntag deutlich verbessert. Gegen die mit zwei Siegen aus zwei Spielen in die Saison gestartete DEG agierte man bissig und mit dem nötigen Willen. Besonders in der Defensive bewies der AEV, dass man aus der Derbypleite gelernt hatte. Dass Blaz Gregorc und TJ Trevelyan nach ihren Verletzungen erstmals in der regulären Saison die Schlittschuhe binden konnten, half den Hausherren spürbar. Beide wurden nach der Partie von Coach Peter Russell besonders gelobt.

Auf das erste Tor des frühen Sonntagabends mussten die Fans im gut gefüllten Curt-Frenzel-Stadion bis zur Spielmitte warten. MacAuley konnte Düsseldorf nach einem Patzer in der Augsburger Hintermannschaft in einer zu diesem Zeitpunkt weitestgehend ausgeglichenen Partie in Front bringen (30.). Die Panther hatten aber schon bald die passende Antwort parat. Payerl konnte mit einem trockenen Schuss den guten DEG-Schlussmann Haukeland über der Schulter erwischen. Das 1:1 war dann gleichzeitig der zweite Pausenstand in einer ordentlichen DEL-Partie.

Nach dem letzten Seitenwechsel konnten die Hausherren noch einmal zulegen, während den Rheinländern mehr und mehr die Luft ausging. Zwar hatten die Gäste noch einen Lattentreffer zu bieten, viel näher kamen sie dem zweiten Treffer aber nicht mehr. Augsburg hingegen drängte in den Schlussminuten auf das DEG-Tor, der Treffer wollte aber trotz einer Vielzahl guter Chancen nicht fallen. Als sich wohl die meisten der über 4000 Zuschauer mit einem Punkt und der Verlängerung arrangiert hatten, klingelte es doch noch ein weiteres Mal. Der aus Ingolstadt an den Lech gewechselte Soramies erlöste die Hausherren 2:10 Minuten vor dem Ende mit seinem Abstaubertor.

Die Augsburger Panther fahren im zweiten Heimspiel den zweiten Heimsieg ein und sind somit auf eigenem Eis weiter ungeschlagen. Diese Serie können sie vorerst nicht weiter ausbauen. Die nächsten Partien finden allesamt in der Ferne statt (u.a. Dienstag in Wolfsburg), erst am 7. Oktober (gegen Mannheim) geht es wieder im Schleifgraben um Punkte.

Trotz aller Freude hatte der heutige Tag auch seine traurigen Momente. Mit Siegfried „Siggi“ Mögele, dem langjährigen Wirt der Stadiongaststätte, hat der AEV ein Teil seines Herzens verloren. Vielseitig unterstützte er den Verein, nicht wenige sagen noch heute, dass es wohl ohne Möggele heute in Augsburg kein Eishockey auf diesem Niveau geben würde. Er wurde 76 Jahre alt. Die Fans gedachten ihm mit einem Spruchband.

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Mit Karl „Charly“ Bader hat die rot-grün-weiße Familie in diesen Tagen ein weiteres langjähriges Mitglied verloren. Rund 57 Jahre lang hatte der 82-Jährige seinem Herzensverein als Ordner gedient.