Sollen die bevorstehenden Festtage für alle ein Fest werden, dann sind dieser Tage alle Augsburger und Augsburgerinnen gefragt. Denn das Plasma-Zentrum Augsburg bittet aufgrund der diesjährigen Feiertagssituation dringend um Hilfe.

„Die Lage ist angespannt und die Plasmavorräte könnten über den Jahreswechsel knapp werden“, erklärt Gabi Lauterbach, Leiterin des Plasma-Zentrums am Rathausplatz. Während in den Adventswochen alle an ihre Nächsten denken, vergessen sie im Weihnachtstrubel schnell einmal die Mitmenschen, die auf das Plasma gesunder Spender dringend angewiesen sind. Daher nehme die Spendebereitschaft im Dezember ohnehin ab und die Plasmavorräte schrumpfen, so die Zentrumsleiterin. Dieses Jahr fallen wegen der Feiertage bis zum 2. Januar 2019 zusätzlich fünf komplette Spendetage aus. Bis der Spendebetrieb nach den Ferien ab dem 7. Januar wieder normal läuft, können die Plasmavorräte im Plasma-Zentrum Augsburg zu Neige gehen.

Jeder von uns ist von der Plasma-Not betroffen

Die gute Nachricht an dem sich abzeichnenden Plasma-Engpass ist, dass nahezu jeder von uns ganz einfach helfen kann. Eine Plasmaspende verläuft im Grunde wie eine klassische Blutspende. Sie belastet allerdings den Körper weniger, da nur ein Teil des Blutes, das Plasma, entnommen wird und die Blutzellen dem Körper sofort wieder zurückgeführt werden. „Jeder gesunde Mensch über 18 Jahre kann also noch vor Weihnachten bedenkenlos zu der guten Tat schreiten und Blutplasma spenden“, appelliert Gabi Lauterbach eindringlich. Immer mehr Menschen benötigen das künstlich nicht herzustellende Plasma dringend. Aus der gelblichen Blutflüssigkeit werden Präparate hergestellt, die beispielsweise Neugeborenen, Unfall– oder Verbrennungsopfern, Krebspatienten, Menschen mit Immundefekten oder Transplantationspatienten das Leben erleichtern oder retten.