Zwanzig neue Polizeistellen für Aichach-Friedberg

Jährlich 500 Polizeistellen werden in Bayern neu geschaffen. Nun konnte Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko, Mitglied im zuständigen Innenausschuss im Bayerischen Landtag, bekannt geben, dass davon über 20 neue Polizisten im Landkreis Aichach-Friedberg ankommen.

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Peter Tomaschko (links) und Michael Schwald, Präsident des Polizeipräsidiums Schaben Nord (rechts) freuen sich auf die neuen Beamten | Foto: Udo Dreher

Zusätzlich werden die zivilen Einsatzkräfte, angesiedelt bei der Polizeiinspektion Friedberg, deutlich verstärkt und die Polizeiinspektion Aichach wird durch die PI Ergänzungsdienste des Präsidiums bei ihren Aufgaben in Zusammenhang mit der JVA Aichach entlastet. Damit können sich die Polizeibeamten in Aichach und Friedberg auf ihre Sicherheitsaufgaben im Landkreis konzentrieren. Tomaschko freut sich damit auf eine „noch schlagkräftigere Polizei im Landkreis, die Rund um die Uhr Sicherheit garantiert“.

Michael Schwald, Präsident des Polizeipräsidiums Schaben Nord, der zum 01. März Landespolizeipräsident wird, bedankte sich beim Abgeordneten Tomaschko für dessen Einsatz für zusätzliche Polizeistellen in Bayern. Im Gespräch mit Tomaschko konnte Schwald zusagen, dass dies eine Stellensteigerung von rund 20 Prozent für den Landkreis Aichach-Friedberg bei der präsidiumsweiten Verteilung bedeute. Die zusätzlichen Stellen werden ab diesem Frühjahr bis zum Jahr 2025 zugeteilt.

Derzeit gibt es an der Polizeiinspektion Aichach eine Sollstärke von 47 Beamten und an der Polizeiinspektion Friedberg von 53 Beamten. Insgesamt 100 Beamte. „Künftig werden es mindestens 20 Beamte mehr sein“, rechnet Tomaschko vor. „20 Polizistinnen und Polizisten, die für die Sicherheit der Bürger im Landkreis unterwegs sein werden“, so Tomaschko.

Die polizeiliche Organisationsstruktur des Polizeipräsidiums Schwaben-Nord ist auf eine umfassende, flächendeckende polizeiliche Präsenz und bürgernahe polizeiliche Betreuung ausgerichtet. Sie bezieht bedarfs- und belastungsrelevante Aspekte und regionale Erfordernisse mit ein. Organisatorische Anpassungsmaßnahmen sind derzeit im Bereich der Polizeiinspektion Friedberg auch daher nicht angezeigt.

Die Polizeiinspektion Friedberg zählt mit einer derzeitigen Sollstärke von 53 zu den größeren und leistungsstärkeren „Flächendienststellen“ im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums. Durch Schaffung einer weiteren PI bzw. einer der PI Friedberg nachgeordneten Polizeistation, beispielsweise in Mering, könnte der Außendienstanteil und die polizeiliche Präsenz nicht effektiver gesteigert werden. Größere Dienststellen können Ihre personellen Ressourcen wesentlich effektiver, rationeller und auch gezielter für den Außendienst einsetzen und mehr Personal für die klassische Streifentätigkeit freisetzen als derselbe Personalkörper, der auf zwei Dienststellen verteilt ist. Zwei Dienststellen würden auch zwei Verwaltungsebenen erfordern.

Eine regelmäßige Unterstützung der Polizei Friedberg durch die Einsatzhundertschaft des Polizeipräsidiums ist nicht nur bei besonderen Einsatzlagen gewährleistet. Soweit sich beispielsweise in Mering ein temporärer Einsatzschwerpunkt oder Kriminalitätsbrennpunkt entwickelt, kann hier sehr effektiv mit starken Unterstützungskräften operiert werden. Eine „schwache“ z. B. regionale und nur temporär besetzte Polizeistation könnte hier nicht effizient helfen.

Mit der in Friedberg angesiedelten zivilen Einsatzgruppe stehen der PI Friedberg und damit auch Mering regelmäßig weitere Einsatzkräfte zur Verfügung, die schnell vor Ort sind und einen zusätzlichen Sicherheitsgewinn bedeuten. Für die ortsnahe bürgerliche Betreuung wird regelmäßig die Mobile Wache auch im Bereich Mering eingesetzt.

Insgesamt ist Tomaschko sehr zufrieden, dass seine Arbeit im Innenausschuss des Bayerischen Landtags nun auch deutlich vor Ort in der gestiegenen Polizeistärke sichtbar wird.