Diese können neben dem Passwort oder einer PIN, den Daten der Kredit- oder Bankkarte auch Codes sein, die an das Handy gesendet werden. Dafür stehen mobile TAN über SMS (mTAN) oder Photo-TAN über Smartphone-Apps zur Verfügung. Transaktionsnummern, die per Post verschickt werden, sind künftig verboten. Dafür sind moderne Funktionen wie die Erkennung des Fingerabdrucks oder bestimmte Softwares zur Erkennung der Stimme und des Gesichts hinzugekommen. Die Richtlinie ermöglicht zudem Drittanbietern Bezahlvorgänge direkt auszulösen. Für Abbuchungen vom Konto muss also nicht mehr der Umweg über die Bank gegangen werden. Dazu wird eine neue Schnittstelle zum Konto benötigt, die Banken nach einer entsprechenden Registrierung zur Verfügung stellen.

Dieses neue Bezahlverfahren soll eine Alternative zur etablierten Bezahlung per Kreditkarte oder PayPal sein. Der neue Wettbewerb zwischen Banken, Online-Händlern und Kreditkarten-Anbietern resultiert im besten Falle in einer größeren Benutzerfreundlichkeit.

Die Änderungen im Detail

Online-Banking

Mit der starken Kundenauthentifizierung wird sichergestellt, dass keine unbefugte Person Zahlungen mit einem anderen Konto tätigt. Für diese zusätzliche Verifizierung kann ein einmaliger Sicherheitscode dienen, der beispielsweise als mTAN mittels SMS gesendet wird. Diese Überprüfung findet dann je nach Bank entweder bei jedem Zugriff oder alle drei Monate statt.

Auch bei Banking-Apps für das Smartphone reicht es nach der neuen Richtlinie nicht mehr aus, die App mit dem Passwort, dem Fingerabdruck oder der Gesichtserkennung zu entsperren. Ebenso greift die Regelung bei Finanz-Apps von Drittanbietern, über die man mehrere Konten verwalten kann.