In einer intensiven Partie mit wenig Torraumszenen fehlten dem TSV Rain nur zwei Minuten zum ersten Auswärtssieg in dieser Saison. Die Gäste verteidigten über weite Strecken solide, waren aber beim Ausgleichstreffer machtlos.

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Stefan Müller foult Dominik Wolfsteiner, danach fällt das 1:1

Rains Chefanweiser Martin Weng veränderte seine Startelf nach dem 0:3 in Pipinsried auf vier Positionen: Stefan Müller, Johannes Müller, Fabian Triebel und Daniel Dewein starteten für Jonas Greppmeir (Schambeinentzündung), Kevin Gutia (beruflich verhindert), Altin Maxhuni (Bank) und Patrick Högg (Bank).

Schon neun Minuten nach dem Anpfiff von Schiedsrichter Steffen Ehwald klingelte es im Kasten der Gastgeber: Nach Ecke von rechts durch Johannes Müller verlängerte sein Bruder Stefan am Fünfmeterraum stehend gekonnt den Ball auf Lukas Gerlspeck, der aus fünf Meter zur 1:0-Führung für Rain einköpfte. Der Torschütze prallte dabei mit seinem Gegenspieler zusammen, konnte aber nach kurzer Behandlung weiter spielen. Nach einer Viertelstunde jubelten die Eichstätter, doch das Kopfballtor von Johannes Fiedler wurde wegen Abseits nicht gegeben. Mehr war von der Heimmannschaft im ersten Durchgang nicht zu sehen. Die Gäste spielten gefälliger und hatten die gefährlicheren Aktionen im gegnerischen Strafraum. Lukas Schraufstetter (22.) per Fernschuss verzog nur knapp, nach Ecke köpfte Fabian Triebel in der 30. Minute übers Tor. Zwei Zeigerumdrehungen später tanzte Daniel Dewein die gegnerische Abwehr aus und zog aus 14 Meter zentral ab, scheiterte aber am Eichstätter Schlussmann. Somit ging es mit einer verdienten 1:0-Gästeführung in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel sahen die 520 Zuschauer im Liqui-Moly-Stadion eine verbesserte Heimmannschaft, die unbedingt die drohende Niederlage verhindern wollte. Nach 50. Minuten verfehlte Eichstätts Fabian Eberle eine Hereingabe von rechts nur knapp. Immer wieder versuchten die Oberbayern mit aller Macht in den gegnerischen Strafraum zu gelangen, scheiterten aber immer wieder an der gut organisierten Rainer Verteidigung, die lange nichts zuließ. Die Blumenstädter versäumten in dieser Phase ihr Angriffsspiel zu forcieren und verlegten sich nur aufs Kontern, das im Endeffekt nichts einbrachte. In der 88. Minute holte Stefan Müller einen Meter vor der Strafraumgrenze Dominik Wolfsteiner von den Beinen. Der fällige Freistoss landete nach Rainer Kopfabwehr bei Sebastian Graßl, der aus 17 Meter ins Zentrum schoss, Luka Trslic nahm den Ball auf und köpfte aus kurzer Distanz unhaltbar zum 1:1-Endstand ein. Die Hausherren freuten sich über den Punktgewinn, die Gäste ließen etwas die Köpfe hängen.

Am Samstag geht es bereits weiter für die Weng-Elf mit einem Heimspiel gegen den SV Heimstetten. Anpfiff ist um 17:00 Uhr.

„Wenn man zwei Minuten vor Spielende das Gegentor zum Ausgleich bekommt, ist man natürlich erst einmal enttäuscht. Ich kann den Jungs aber heute keinen Vorwurf machen, sie haben alles rausgehauen was drin war. Trotzdem müssen wir aus so einem Spiel lernen, mit einer 1:0-Führung im Rücken für mehr Entlastung zu sorgen. Bis auf die eine Situation haben wir alles gut wegverteidigt. Es hilft nichts, Kopf hoch und am Samstag geht es weiter“, erklärte Rains Coach Martin Weng im Anschluss nach dem Spiel.

VfB Eichstätt: Junghan, Gstettner (64. Wolfsteiner), Lamprecht (86. Moratz), Trslic, Waffler, Fiedler (46. Graßl), Federl, Haubner, Kügel, Stoßberger (86. Erten), Eberle – Trainer: Mattes

TSV Rain/Lech: Schmidt, Benz (64. Maxhuni), Gerlspeck, Mayer, Triebel, Schuster, Dewein (71. Högg), Schröder (85. Bischofberger), Müller (89. Mirza), Schraufstetter (71. Ott), Müller – Trainer: Weng

Tore: 0:1 Lukas Gerlspeck (9.), 1:1 Luca Trslic (88.)

Gelbe-Karten: Fiedler – Dewein, Schraufstetter, Triebel, S. Müller

Schiedsrichter: Ehwald (Geldersheim)

Zuschauer: 520