Zwei Werner-Tore besiegeln Niederlage des FC Augsburg im letzten Saisonspiel

Der Klassenerhalt war geschafft und doch wollte der FC Augsburg sich mit einer anständigen Leistung aus dieser durchwachsenen Saison verabschieden. Nach einem ordentlichen Bundesligaspiel gab es für die Schwaben aber nichts zu feiern. Starke Leipziger entführten die Punkte dank zweier Tore von Timo Werner.

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Werner (re) war kaum zu halten Foto: Marcel Engelbrecht/firosportphoto/POOL

Vor der heutigen Partie gaben sich beide Trainer Mühe das „Spiel um die goldene Ananas“ aufzuwerten. Während Augsburgs Herrlich davon sprach noch ein paar Plätze gutmachen zu wollen (bestenfalls war Rang 11 erreichbar), gab Leipzigs Nagelsmann das Ziel aus, den dritten Tabellenplatz zu verteidigen. Beide Teams mussten dabei auf einige Spieler verzichten. Während bei den Sachsen fünf neue Kräfte ins Team rückten, bauten die Gastgeber auf vier Positionen um. Für Torhüter Luthe (Schulterverletzung), Torjäger Niederlechner (Verletzung am Fuß), Framberger (muskuläre Probleme) und Sarenren Bazee sollten es Koubek, Jedvaj, Hahn und Finnbogason versuchen. Beim Versuch sollte es dann auch bleiben.

Werner zeigt nochmals was er kann

Leipzig gab bei sommerlich warmen Temperaturen in der ersten Hälfte klar den Ton an, der FCA hatte Mühe das Gegentor zu verhindern. Die Gäste bauten früh Druck auf das Augsburger Tor auf, ließen aber manch gute Abschlusschance liegen. Nach einem sehenswerten Zuspiel von Haidara war es dann aber so weit. Timo Werner konnte nach einer guten halben Stunde alleine auf Koubek zulaufen. In seinem letzten Spiel für RB schob er zum verdienten 0:1 ein. Dank des 27. Saisontreffers des Nationalstürmers ging das deutlich bessere Team mit einer Führung in die Pause. Augsburg hatte in der Offensive nur vereinzelte Nadelstiche zu bieten und konnte sich glücklich zeigen, dass RB einige gute Gelegenheiten liegen ließ.

Rote Karte sorgt für Aufregung

Auch nach der Pause lief für den FCA zunächst wenig zusammen. Das Spiel fand anfangs fast ausnahmslos in der Augsburger Hälfte statt. Auch die Szene des Spiels konnte dort verortet werden. Max spitzelte Leipzigs Mukiele den Ball vom Fuß, der daraufhin abhob. Schiedsrichter Felix Brych wollte in der Aktion ein Foulspiel des Augsburgers gesehen haben und zeigte diesem die rote Karte. „Jetzt schau es dir halt wenigstens an!“, schrie Augsburg Manager Reuter auf den Platz. Erst nach langen vier Minuten und Kontakt mit dem Kollegen im Kölner „Videokeller“ wurde die Aufzeichnung wirklich betrachtet und der unberechtigte Platzverweis annulliert. Die Aufregung hätte es nicht gebraucht, tat dem Spiel der Schwaben aber offensichtlich gut. Nun hatten die Hausherren ihre beste Phase. Und auf einmal stand es 1:1. Nach einem Max-Freistoß jagte Vargas den Ball sehenswert zum Ausgleich ins lange Eck.

Zwanzig Minuten waren noch zu spielen. Ging da noch was? Die Antwort auf diese Frage gab  wieder einmal Werner. Nach einem weiten Außenristzuspiel von Angelino setzte sich der Angreifer bärenstark im Strafraum gegen Uduokhai durch und knallte den Ball auf das Tor. Koubek konnte den Ball nicht mehr entscheidend ablenken (80.). Es war die letzte Aktion des 24-jährigen gebürtigen Stuttgarters, der die Sachsen nach diesem Spieltag zu Chelsea London verlassen wird. Er wird der Bundesliga fehlen.

Sein Tor war zugleich der Schlusspunkt in einer ordentlichen Abschlusspartie. RB Leipzig konnte den dritten Rang verteidigen, Augsburg beendet die Saison auf dem 15.Tabellenplatz.

FC Augsburg: Koubek – Jedvaj , Gouweleeuw , Uduokhai , Max – Khedira (75.Suchy) , Gruezo , Hahn (64.Oxford) , Richter (85. Löwen) , Vargas (85. Sarenren Bazee) – Finnbogason (64. Cordova)

RB Leipzig: Mvogo – Konaté , Upamecano , Halstenberg – Mukiele , Haidara (82.Kampl), Adams (87. Krauß), Angelino , Dani Olmo (74.Nkunku)  , Forsberg – Werner (82. Borkowski)

Tore: 0:1 Werner (28.), 1:1 Vargas (71.), 1:2 Werner (80.)

Gelbe Karten: Gruezo, Hahn, Jedvaj, Max |

Besondere Vorkommnisse: Rote Karte gegen Max (Augsburg) annulliert

Schiedsrichter: Felix Brych (München)

Zuschauer: es waren keine Zuschauer zugelassen, „Geisterspiel“