Zweifel an Europameisterschaftsspielen in München

Bis zum heutigen Mittwoch mussten die Ausrichterstädte der kommenden Europameisterschaft der UEFA-Forderung nach einem Konzept für eine Teilzulassung von Zuschauern nachkommen. Angesprochen auf das eingereichte Konzept der bayerischen Landeshauptstadt München, äußert Länderchef Markus Söder im Interview mit der RTL/ntv Redaktion erhebliche Zweifel an einer möglichen Ausrichtung von EM-Spielen in der Stadt.

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„Im Moment kann ich mir das ehrlich gesagt nicht vorstellen mit großartigen Zuschauerzahlen zu operieren, es dauert ja nicht mehr lange. Ich halte auch nichts davon, wenn auf europäischer Ebene diskutiert wird: Es findet nur dort statt, wo möglicherweise Zuschauer komplett zugelassen werden, in den Ländern“, so Söder. Sollte die Stadt München von der UEFA zur Zulassung von Fans tatsächlich verpflichtet werden, würde dies auf entsprechenden Widerstand treffen und zwar „auch bei der deutschen Bundesregierung, die sich dann dafür einsetzen müsste, für ihre eigenen Spielstandorte.“

Geisterspiele hätten sich laut dem bayerischen Ministerpräsidenten als wirksames Präventionsmittel bewiesen, doch auch hier bleiben Zweifel: „Wir haben jetzt wirklich in der Frage der sogenannten Geisterspiele gute Erfahrung gemacht. Aber auch da zeigt sich doch immer wieder, dass Spieler Corona infiziert sind. Und deswegen: In einem großen Stadion, in gesamt Europa, bei der extremen Mobilität, ob das eine gute Idee ist, das wage ich zu bezweifeln.“