Zweiter gegen Dritter heißt die Paarung am Samstag für den TSV Friedberg. Ab 19.30 Uhr sind die Handballer dann in Waldbüttelbrunn gefordert.

Die Unterfranken waren über weite Strecken der Saison der letzte ernstzunehmende Herausforderer des Tabellenführers Bad Neustadt. Nur gegen sie gab der Absteiger aus der Dritten Liga überhaupt Punkte ab. Doch dieses Unentschieden aus der Hinrunde gegen den Spitzenreiter kann jetzt nur noch als Achtungserfolg gelten für Waldbüttelbrunn. Denn mit Niederlagen gegen den Zehnten und den Zwölften hat der Verfolger seine Chancen schon im Februar verspielt. Die sechs Zähler Rückstand auf die Spitze sind realistisch betrachtet nicht mehr aufzuholen.

Friedberg hat sich erst am vergangenen Wochenende wieder auf Rang drei nach vorne geschoben. Mehr ist für die Herzogstädter in dieser Spielzeit wohl nicht drin, sieben Spieltage vor Schluss haben sie bereits sechs Punkte Rückstand auf Waldbüttelbrunn und Rang zwei.

Friedberg muss am Samstag auf die Verletzten Paul Thiel und Daniel Okyere verzichten. Die Mannschaft hat zudem einige angeschlagene Spieler. Darum sieht Trainer Fadil Kqiku den Gegner als Favoriten:

„Waldbüttelbrunn hat in dieser Saison zu Hause jedes Spiel gewonnen. Wir haben dazu einige Verletzte, das macht es noch schwerer. Trotzdem wollen wir ein gutes Spiel abliefern, aber unser Gegner ist für den Samstag sicherlich favorisiert. Ich werde dann den jungen Spielern mehr Einsatzzeiten geben, sie haben sich das durch ihre Leistungen verdient.“

Am Samstag ab 20 Uhr geht es für die Friedberger Zweite in der Bezirksoberliga gegen Ichenhausen. Dann muss die Mannschaft auf die Spieler aus der A – Jugend verzichten, Akteure aus der Dritten werden einspringen.

Denn die Nachwuchsmannschaft des TSV ist wenige Stunden vorher in Regensburg gefordert. In der verbleibenden Zeitspanne ist es für die A – Jugend nicht möglich, rechtzeitig für das Bezirksoberliga – Spiel zurück in der Herzogstadt zu sein. Da es für den TSV noch um die Qualifikation zum bayerischen Final Four geht, hat die Aufgabe beim direkten Konkurrenten Regensburg Priorität. Darum muss die zweite Mannschaft für das Heimspiel von der Dritten unterstützt werden. Auf der Bank wird wieder Ralph Neumeier sitzen, der die Mannschaft bereits beim Sieg gegen Gersthofen betreut hat.

Ichenhausen, der Drittletzte der Bezirksoberliga, hat fünf Spieltage vor dem Saisonende drei Zähler Rückstand auf den TSV. Am 9. März hatte die Mannschaft aus dem Landkreis Günzburg mit einem überraschenden Heimsieg gegen den bisherigen Zweiten Schwabmünchen aufhorchen lassen. Das beendete gleichzeitig eine Serie von drei Niederlagen in Folge.

Ein Sieg in Friedberg würde Ichenhausen in Schlagdistanz zur Zweiten bringen. Noch hat diese den Klassenerhalt nicht endgültig sicher, auch wenn angesichts der Situation in der Landesliga wahrscheinlich nichts mehr anbrennen sollte. Für den TSV Friedberg wäre es aber sicherlich besser, wenn er sich aus eigener Kraft aus der Gefahr befreien könnte.

Domenico Giannino (gia)