Zwischenfälle nach Regionalligaderby gegen 1860 München – FCA-Fan kommt mit Verwarnung aus dem Gericht

Am 15.10.2017 fand um 15.00 Uhr das Regionalligaspiel FCA gegen TSV 1860 München in der WWK Arena statt. Gestern musste sich ein FCA-Fan vor dem Jugendgericht verantworten. Dem Angeklagten liegt zur Last noch vor dem Spiel einige Polizeibeamten in der Innenstadt beleidigt zu haben.

Fca 1860 Sperre 077
Schon vor dem Regionalligaspiel FCA2 – 1860 München war ein Großaufgebot der Polizei im Einsatz

Nach Spielende soll sich der Angeklagte mit weiteren 50-80 FCA Fans, darunter auch Mitglieder einer Ultra-Fangruppierung vom Königsplatz zusammengetan haben, um geschlossen als Einheit zum Moritzplatz zu marschieren und aus dieser Gruppe heraus Gewalttätigkeiten gegen andere zu begehen. Am Moritzplatz trafen die FCA Fans auf eine Gruppe von Fans des TSV 1860 München. Daraufhin sollen sich die FCA Fans vermummt haben und auf die Gruppe der gegnerischen Fans zu gerannt sein, um diese zu verletzen.

Die Besucher eines Cafés am Moritzplatz mussten flüchten um sich zu schützen. Sodann soll es zu verschiedenen Gewalttätigkeiten zum Nachteil der gegnerischen Fans gekommen sein. Nachdem es der Polizei gelang die beiden Fangruppierungen zu trennen sollen diese aus der Gruppe des Angeklagten heraus beleidigt worden sein. Die Trennung der Fangruppen wollten die Fußballfans nicht hinnehmen. Sie entfernten sich vom Moritzplatz und es gelang ihnen erneut aufeinander zu treffen und sich wechselseitig mit Fußtritten und Faustschlägen zu verletzen.

Der Angeklagte muss sich nun wegen Beleidigung in 9 tateinheitlichen Fällen in Tatmehrheit mit Landfriedensbruch vor dem Jugendrichter verantworten. Der heute 21-Jährige wurde wegen Landfriedensbruchs verurteilt und mit einer Verwarnung belegt, er muss an mindestens 3 Gesprächen zur Thema „Fankultur“ teilnehmen.