Einen souveränen und zu keiner Zeit gefährdeten 7:2 (4:0, 2:1, 1:1) Erfolg hat der ESV Buchloe am Sonntagabend im Heimspiel gegen den Nachbarn EV Bad Wörishofen gefeiert. Schon im ersten Drittel sorgten die Gennachstädter dabei mit vier Toren schnell für klare Verhältnisse und stellten die Weichen folglich früh auf den siebten Sieg im achten Saisonspiel. Auch nach dem torreichen Auftaktdrittel hatten die Piraten keine wirkliche Mühe, den verdienten Derbysieg unter Dach und Fach zu bringen, wodurch man wieder auf Tabellenrang zwei klettern konnte.

Wittimann-ehc Piraten erlegen die Wölfe | Buchloe hat im Derby gegen Bad Wörishofen keine Mühe Bad Wörishofen mehr Eishockey Ostallgäu Sport ESV Buchloe Pirates EV Bad Wörishofen Wölfe | Presse Augsburg

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Timo Rauskolb war in Unterzahl erfolgreich

„Wir wollten nach unserer ersten Niederlage am Freitag in diesem Spiel gleich von Anfang an mit Vollgas starten, was uns auch gut gelungen ist“, meinte ESV-Trainer Christopher Lerchner nach der Begegnung. Und in der Tat setzten seine Schützlinge diese Marschrote von Beginn an konsequent um und ließen die Gäste somit kaum zum Zuge kommen. Dies schlug sich dann auch relativ schnell auf der Anzeigentafel nieder, denn bereits nach guten neun Minuten hatten die Freibeuter einen klaren 3:0 Vorsprung herausgeschossen. Schon nach gerade einmal 100 Sekunden hatte Christian Wittmann den Torreigen eröffnet und Alexander Krafczyk legte nach sechseinhalb Minuten nach, als er einen abgefälschten Schuss von Lucas Ruf problemlos zum 2:0 einschob. Ein sehenswerter Treffer war dann auch das 3:0, den die „Nachwuchs-Reihe“ des ESV erzielte. Mattias Imhof hatte mit einem beeindruckenden Solo über das komplette Feld den Puck ins Wörishofer Drittel gebracht und dort Kevin Strecker bedient, der Wölfe Schlussmann Ercan Kumru zum dritten Mal überwand (10.). Strecker konnte sich somit in seinem Premierenspiel bei der 1. Mannschaft mit seinem ersten Tor im Seniorenbereich gleich über ein Traumeinstand freuen. Als Timo Rauskolb in eigener Unterzahl vor der ersten Pause sogar noch das 4:0 nachlegte (16.), war eine kleine Vorentscheidung in diesem Match womöglich schon gefallen.

Schiedsrichter musste verletzt vom Eis

Auch im Mitteldrittel spielten die Pirates weiter munter nach vorne, allerdings ließ man nun mehrfach die letzte Konsequenz vor dem Tor vermissen und wirkte stellenweise auch etwas zu verspielt. So führte eine Unachtsamkeit dann prompt zum 4:1, als Patrik Janac die Scheibe im Buchloer Drittel klaute und Franz Schmidt sich mit dem Anschluss für das Buchloer Geschenk bedankte (29.). Wirklich ins Wanken gerieten die Hausherren dadurch aber nicht – zu überlegen agierten die Rot-Weißen gegen eher harmlose Wölfe. So dauerte es gerade einmal fünf Minuten, ehe die Buchloer mit einem Doppelschlag den Abstand sogar wieder ausbauten. Erst hatte Kumru mit einem Top-Save noch das 5:1 gegen Christian Wittmann verhindert (34.), ehe er sich Sekunden später doch gegen den Buchloer Angreifer geschlagen geben musste. Und Marco Göttle erhöhte nur gut eine Zeigerumdrehung später sogar auf 6:1 (35.). Direkt im Anschluss gab es dann eine notgedrungene Unterbrechung, da sich der Hauptschiedsrichter bei diesem Tor am Fuß verletzte. Daher ging es anschließend im Zwei-Mann-System weiter, womit die Unparteiischen in einem absolut fairen Duell aber auch keine Probleme hatten.

Ruhiges Abschlussdrittel

Im abschießenden Durchgang passierte dann nicht mehr all zu viel. Das Spiel war schließlich schon entschieden und somit war die Luft auf beiden Seiten vermutlich etwas raus. Buchloe konnte durch ein feines Solo von Michal Telesz 36 Sekunden nach Wiederbeginn noch einmal jubeln und Wörishofen traf ebenfalls nochmals durch Janac zum 7:2 (49.). Dabei blieb es auch am Ende, da kurz vor Spielschluss erneut der Pfosten für die Gäste rettete, nachdem Marc Barchmann schon im zweiten Drittel nur ans Aluminium getroffen hatte.