Als erstes Museum in Augsburg – Fugger und Welser Erlebnismuseum bietet eigene Museums-App an

Als erstes Museum in Augsburg und eines der ersten Museen in Bayern bietet das Fugger und Welser Erlebnismuseum ab sofort seinen Besuchern und Besucherinnen eine kostenlose Museums-App an, mit der man sich neue Wege durch die Dauerausstellung erschließen kann.Das @ Als Alte Maßeinheit Für Zucker Tomm Schosser

Seit Freitag, den 17. Januar ist die Museums-App des Fugger und Welser Erlebnismuseums in Betrieb. Programmiert und zur Verfügung gestellt wurde sie von der Landesstelle für nichtstaatliche Museen, die mit ihrer fabulAPP den nichtstaatlichen Museen in Bayern nun einen „App-Baukasten“ für verschiedenste Anwendungen zur Verfügung stellt. Das Fugger und Welser Erlebnismuseum ist eines der ersten Museen in Bayern, das die App nutzt, da es bereits eine Idee zu einer interaktiven Tour für Jugendliche gab. Inhalt und Konzeption erarbeitete das Museumsteam der Regio Augsburg Tourismus GmbH, die technische Umsetzung erfolgte in Zusammenarbeit mit der Landesstelle. „Es ist wichtig, das Storytelling im Museum immer aktuell zu halten und inhaltlich auch zu erweitern“, sagt Tourismusdirektor Götz Beck.

Die Museums-App im Fugger und Welser Erlebnismuseum

Neben nützlichen Infos rund um Öffnungszeiten, Anfahrt und Führungen wird es gleich zu Beginn auch eine interaktive Tour geben: Das neue History Game führt wie eine Rallye mit Hilfe von kniffeligen Fragen und Knobeleien »Auf der Spur des Sklaven Perico« durch das Museum.

Perico gehörte im 16. Jahrhundert der Augsburger Kaufmannsfamilie Welser und erzählt den Spielerinnen und Spielern seine bewegende Geschichte. Die Tour durch das Museum beginnt im Jahr 1536, als Pericos Schicksal eine neue, bedrohliche Wendung nahm: Laut Rechnungsbuch der Welser-Faktorei im spanischen Sevilla sollte er in ein fremdes Land verkauft werden.

Wer wissen möchte, was mit dem 15-jährigen Sklaven passierte, sucht die im Museum verteilten Informationen und Codes. Diese liefern über die App Hinweise, wie es für Perico weiterging. Auf anschauliche und somit auch einprägsame Weise erfährt man Vieles über die unmenschlichen Bedingungen der Sklaverei des 16. Jahrhunderts, an der auch Augsburger Handelsgesellschaften beteiligt waren.

Stellvertretend für Millionen entführter und versklavter Menschen, die dem transatlantischen Sklavenhandel zum Opfer fielen, möchte das Fugger und Welser Erlebnismuseum Perico, der – ganz unüblich – namentlich in den Quellen erwähnt wird, eine Stimme geben.