Die Augsburger Panther haben an diesem Wochenende die Chance verpasst, im Kampf um die Playoffs entscheidend einzugreifen. Nach der Niederlage am Freitag gegen Wolfsburg verlor man am Sonntag auch das Heimspiel gegen Iserlohn.

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Trotz guter Leistung musste Keller 5 Treffer hinnehmen | Foto: Czech

Nach dem harmlosen Auftritt und der damit verbundenen Niederlage am Freitag gegen Wolfsburg mussten die Augsburger Panther heute in jedem Fall gewinnen. Die Gäste aus dem Sauerland sollten ihrerseits aber ebenfalls etwas verbuchen, wenn sie in die Endrunde einziehen wollen.

Augsburger Doppelschlag zu Beginn

Der AEV schien sich zu Beginn der Situation durchaus bewusst. Nachdem sich ein verunglückter Sternheimer-Schuss den Weg durch die IEC-Hintermannschaft gesucht hatte, war er bei Eisenmenger angelangt, der Jenike zum frühen 1:0 ausspielte (3.). Nur etwas mehr als eine Minute später bissen die Panther bereits ein zweites Mal zu. Hafenrichter hatte von hinter dem Tor kommend McClure bedient, der aus kurzer Distanz nur noch einschieben musste (5.). Vielmehr sollte dann von Augsburg an diesem Abend auch nicht mehr kommen.

Iserlohn übernimmt das Kommando

Iserlohn war schwach in die Partie gestartet, übernahm aber nun im Schleifgraben immer mehr das Kommando. Der Anschlusstreffer von Bailey leitete die Aufholjagd der Roosters ein (25.). Vom AEV war in einem von vielen Strafzeiten auf beiden Seiten zerfahrenen Mittelabschnitt nicht mehr viel zu sehen. Die Panther konnten sich bei Torhüter Keller bedanken, dass es nicht schon nach 40 Minuten mindestens Unentschieden stand.

Die Luft ist raus, es geht dahin

Augsburg musste nun noch zwanzig Minuten überstehen, um den so wichtigen Dreier einzufahren, doch die Luft war wieder einmal raus. Wie schon so oft in den letzten Spielen hatte man den Eindruck, dass dem AEV hintenraus die Kräfte fehlen, eine Reihe an Strafzeiten tat da ihr übriges.

Als Lowry kurz nach Beginn des Schlussabschnitts in Überzahl zum hochverdienten 2:2 getroffen hatte, ging es dahin. Nach einem bösen Valentine-Schnitzer im Angriffsdrittel legte der IEC nach. Grenier hatte sich die Scheibe geschnappt und seinen Alleingang zum 2:3 vollendet. Pech für Keller, dass der Puck durch seinen eigenen Mitspieler unhaltbar abgefälscht worden war. Nur wenig später war der Frankokanadier in Reihen der Roosters erneut zur Stelle. Mit einem sehenswerten Solo ließ er die desolaten Augsburger allesamt stehen und netzte zur Vorentscheidung ein. Nur halbherzig hatten die Panther mit den Schlägern versucht ihn aufzuhalten, die Quittung stand nun auf der Anzeigetafel. Das 2:5 durch Bailey war dann schließlich nur noch Statistik. AEV-Coach Tuomie hatte seinen Goalie zugunsten eines weiteren Feldspielers gezogen.

Trotz der Straubinger Niederlage am Nachmittag schwanden die Playoff-Chancen der Rot-grün-weißen an diesem Wochenende bedeutend. Nach den beiden schwachen Partien gegen Wolfsburg und Iserlohn muss nun schon ein kleines Eishockeywunder her. Zweimal trifft man noch auf die Düsseldorfer EG, einmal auf Nordspitzenreiter Berlin. Keine leichten Aufgaben und doch sind nun weitere Niederlagen verboten.

AEV: Keller, Kickert –Lamb, Haase, Tölzer, Valentine, Rogl, Bergman, Sezemsky– Payerl, Holzmann, Kharboutli, LeBlanc, Stieler, Eisenmenger, Clarke, Hafenrichter, Kristo, Abbott, McClure

Tore: 1:0 Eisenmenger (Sternheimer/Hafenrichter) 3., 2:0 McClure (Hafenrichter/Rogl) 5., 2:1 Bailey (Grenier/ O´Connor) 25., 2:2 Lowry (Grenier/Bailey) 41., 2:3 Grenier 50., 2:4 Grenier (Reinhart)54., 2:5 Bailey (Redmond) 60.,

Schiedsrichter: Rantala, Steingroß | Gaube, Wölzmüller  Strafzeiten: Augsburg 18 – Iserlohn 12

Zuschauer: keine Zuschauer zugelassen