Bischof Dr. Konrad Zdarsa hat in seiner Predigt zum heutigen Fronleichnamsfest die Bedeutung des „gebrochenen Brotes, das Jesus selber ist“ und damit die Bedeutung der Eucharistie betont. Aufgrund schlechter Witterung schloss sich an das Pontifikalamt eine eucharistische Prozession durch den Hohen Dom an, die geplante Prozession durch die Augsburger Innenstadt musste entfallen.

Aufgrund schlechter Witterung wurde die Fronleichnamsprozession im Hohen Dom begangen | Foto: Simone Zwikirsch/pba

Bischof Dr. Konrad Zdarsa hat in seiner Predigt zum heutigen Fronleichnamsfest die Bedeutung des „gebrochenen Brotes, das Jesus selber ist“ und damit die Bedeutung der Eucharistie betont. „Statt als Hochfest des Leibes und Blutes Christi könnten wir Fronleichnam auch bezeichnen, als das Hochfest des gebrochenen lebendigen Brotes, das vom Himmel gekommen ist“, richtete er sich an die zahlreichen Gläubigen im Augsburger Dom. Die Feier der Eucharistie und die anschließende Prozession seien eine dankbar freudige Bezeugung der Tatsache, „dass wir schon jetzt hineingenommen sind in den Lebensaustausch des dreieinigen Gottes.“

Zur Verdeutlichung dieses Gedankens erinnerte der Bischof an die ersten Christen, die sich in ihren Häusern zum Brotbrechen versammelten. „Viermal wird in der Apostelgeschichte ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie festhielten an der Lehre der Apostel und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an dem Gebet.“ Damit berufe sich der Apostel nicht auf eine bereits bestehende Tradition einer Urgemeinde, sondern „er bezeugt, was er vom Herrn empfangen hat.“ Denn beim letzten Abendmahl habe Jesus das Dankgebet gesprochen, bevor er das Brot brach und den Kelch an seine Jünger weiterreichte, zitierte Bischof Konrad aus dem eucharistischen Hochgebet und warf die Frage auf „Hat sich denn da noch keiner gewundert, wenn es vor dem Wandlungsgeschehen heißt, dass Jesus Brot nahm und Dank sagte in der Nacht, da er verraten wurde?“