„Ich verstehe uns nicht“ | Die Stimmen zur Niederlage des FC Augsburg in Bremen

Der FC Augsburg ist in Bremen nach einem schlechten Bundesligaspiel schlussendlich verdient als Verlierer vom Feld gegangen. Das hatten die Beteiligten nach der Partie dazu zu sagen.

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Dietmar Hamann (Sky-Experte): „Das in Augsburg Dampf unterm Kessel ist, hört man ja schon länger“

Rafal Gikiewicz: „Ich verstehe uns nicht, wir verlieren ein wichtiges Spiel in Bremen und die (Anm. Mitspieler) lachen jetzt auf dem Platz.“

Rani Khedira: „In der ersten Halbzeit hatten wir die volle Kontrolle, Bremen wollte nur auf Konter lauern, aber das haben wir konsequent unterbunden. Warum wir in der zweiten Halbzeit das nicht mehr umsetzen konnten, weiß ich nicht. Bremen hat Druck gemacht und wir haben unsere Ordnung, die uns in der ersten Halbzeit ausgezeichnet hat, verloren. Zu Saisonbeginn haben wir gegen Union und Dortmund sechs Punkte geholt, daran sollten wir uns vor den kommenden Top-Spielen wieder erinnern.“

Alfred Finnbogason: „In den ersten 60 Minuten waren wir klar überlegen und hatten Spielkontrolle, ohne aber große Chancen rauszuspielen. Es war ein Spiel, das der gewinnt, der das erste Tor erzielt. Leider war das Bremen. In der Bundesliga geht es schnell nach oben, aber genauso schnell auch nach unten. Nach zwei Niederlagen in Folge müssen wir aufpassen und wieder in die Erfolgsspur finden.“

André Hahn: „In der ersten Hälfte war es ein ordentliches Spiel, wir waren geduldig, ohne aber hochkarätige Chancen zu haben. Aufgrund der Kontrolle in der ersten Halbzeit sind wir auch zuversichtlich in die zweite gegangen, haben da aber zu einfache Gegentore bekommen und das Spiel verloren.“

Reece Oxford: „Ich hatte die dickste Chance des Spiels, habe bei der Ecke aber den Ball nicht richtig getroffen, sondern nur mit der Schulter erwischt. Wenn wir da in Führung gehen, haben wir große Chancen, das Spiel für uns zu entscheiden. Leider hat Bremen, die selbst auch wenige Chancen hatten, zum Schluss zwei Möglichkeiten genutzt.“

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Felix Agu (Bremen): „Wir haben uns von Anfang an vorgenommen, sicher ins Spiel zu finden. Für die zweite Halbzeit haben wir uns dann vorgenommen, höher zu pressen und mehr Aktivität nach vorne zu zeigen. Das ist uns am Ende dann gut gelungen.“

Theodor Gebre Selassie (Bremen): „Wir haben abgewartet, sind stabil geblieben und wussten, dass wir die Chancen bekommen. In der Halbzeit haben wir gesagt, dass ein Tor das Spiel entscheiden kann. Heute waren es sehr wichtige drei Punkte für uns, auch wenn wir nicht den schönsten Fußball gespielt haben.“

Heiko Herrlich (Trainer Augsburg): „Wir sind enttäuscht, dass wir dieses Spiel verloren haben, weil wir die erste Halbzeit komplett kontrolliert haben, ohne aber nennenswerte Chancen herauszuspielen. So diszipliniert wollten wir auch in der zweiten Hälfte auftreten. Beim Kopfball von Reece Oxford hatten wir die große Chance zur Führung, die aber leider nicht genutzt. Dann ist das passiert, was wir unbedingt vermeiden wollten: Wir haben uns rauslocken lassen und Bremen Räume gegeben, so dass es zu der Fehlerkette vor den Gegentoren kommen konnte. Eigentlich war es ein schlechtes 0:0-Spiel, bei dem wir ohne Punkte nach Hause fahren.“

Florian Kohfeldt (Trainer Bremen): „In der ersten Halbzeit waren wir mit Ball wirklich nicht gut. Der Grundgedanke im Spiel war, erstmal sicher zu stehen – aus der Erfahrung der letzten Heimspiele heraus. Deshalb haben wir die Woche über besprochen, dass wir das, was im Leverkusen-Spiel gut war, mitnehmen wollen und die Stabilität in den Vordergrund stellen. Tabellarisch war es ein unglaublich wichtiges Spiel für uns. Im Laufe des Spiels wollten wir – eigentlich ein bisschen früher, das gebe ich zu – das Risiko erhöhen und dann mit Möglichkeiten in der Offensive hinten raus das Spiel entscheiden. Das wird nicht jedes Mal gutgehen, aber heute ist es gutgegangen. Für heute war es nicht schön, sehr clever und hochverdient.“

Quelle: fcaugsburg.de, werder.de, Sky