Das aktivere Team gewinnt – Der FC Augsburg verliert bei Werder Bremen

Trotz einer ordentlichen ersten Halbzeit blieb der FC Augsburg heute in Bremen ohne Punkte. Während der FCA aus der Feldhoheit in den ersten 45 Minuten nichts machen konnte, zeigte sich Werder deutlich effektiver und nützte seine Chancen.

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Rafal Gikiewicz (Torwart FC Augsburg #1) | Archivbild: Krieger

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Mit dem VfB Stuttgart war man in der vergangenen Woche gegen einen Gegner auf Augenhöhe getroffen, sollte man meinen. Der Spielverlauf sprach schließlich eine ganz andere Sprache. Während der VfB mit einer klaren Spielidee agierte und diese verstand umzusetzen, agierte der FCA wieder einmal ohne erkennbaren Matchplan. Augsburg wirkte schon, wie in den vorausgegangenen Heimspielen, überfordert. Glücklicherweise konnte man heute in Bremen antreten. In der Fremde machten es die Schwaben in dieser Saison bisher deutlich erfolgreicher. 12 Punkte aus den ersten acht Spielen in der Fremde sind eine ordentliche Ausbeute. Dies Bilanz wollte man nach Möglichkeit weiteraufhübschen. Die Anfangsminuten nährten die Hoffnungen zusätzlich.

Es fehlen weiterhin die Ideen

Augsburg war das taktangebende Team und war durch einen Distanzschuss von Hahn zu einer ersten Möglichkeit gekommen (18.). Für hohe Attraktivität stand das Duell der beiden Teams aus dem Tabellenmittelfeld aber nicht. Bis zu einem ersten Abschluss der Hausherren musste noch eine weitere Viertelstunde warten.  Gebre Selassie war nach einem Freistoß zu einem Kopfball „Marke harmlos“ gekommen. Trotz gutem Einsatz taten sich beide schwer sich entsprechend in Szene zu setzen. Bremen machte die Räume eng, den Gästen fehlte das Rezept um bis zum Tor vorzukommen. Da auch Augsburg gutstand und Werder ebenfalls die Ideen fehlten, war eine ereignisarme erste Halbzeit gewesen.

Werder übernimmt das Kommando

Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Gastgeber offensiver ausgerichtet, so kamen sie offensiver deutlich besser zur Geltung. Durch Sargent kamen sie so auch zu der besten Szene, FCA-Schlussmann Gikiewicz musste per Fuß zur Ecke klären (64.). Kurz zuvor hatte Augsburgs Trainer Herrlich reagiert und mit Niederlechner für den blasen Finnbogason Niederlechner und Gumny für den gelb-rot gefährdete Caligiuri frische Kräfte gebracht. Dies war auch notwendig, Bremen war das deutlich aktivere Team in den zweiten 45 Minuten. Nun waren es die Schwaben, die die Räume dicht machten und auf den schnellen Gegenstoß hofften. Schon mehrfach hatte dies in dieser Saison gegen Spielende erfolgreich geklappt. Dieses Mal waren es aber die Grün-Weißen, die in der Schlussviertelstunde die Punkte abgaben. Agu war bei seiner Flanke von links nicht angegriffen worden, nach einer unfreiwilligen Kopfballverlängerung von Oxford stand Gebre Selasie frei vor Gikiewicz, der per Direktabnahme verlängerte. Nachdem Agu drei Minuten später unbedrängt zum 2:0 einschießen durfte, war das Spiel entschieden.

FCA-Keeper stocksauer auf die Kollegen

Der FC Augsburg hatte trotzt klarer Feldhoheit in der ersten Halbzeit kein Rezept gefunden dieses in Treffer umzumünzen, aufgrund der guten zweiten Hälfte der Hausherren geht das Ergebnis sicher in Ordnung. Der FCA hatte nach der Pause einfach zu wenig getan, um die Punkte an der Weser einzufahren. Drei der letzten vier Spiele wurden verloren. „Ich verstehe uns nicht, wir verlieren ein wichtiges Spiel in Bremen und lachen jetzt auf dem Platz.“, bemängelte Augsburgs Keeper Gikiewicz die Einstellung seiner Kollegen.

„Ich verstehe uns nicht“ | Die Stimmen zur Niederlage des FC Augsburg in Bremen

SV Werder Bremen: Pavlenka – Veljkovic , Toprak , Friedl – Gebre Selassie , Möhwald (89. Rasica), Agu , M. Eggestein , Mbom – Selke (72. Schmid) , Sargent (90.+2 Gruev)

FC Augsburg: Gikiewicz – Oxford (87.Gregoritsch) , Gouweleeuw , Uduokhai – Caligiuri (58.Gumny), Khedira , (87. Civeja) Gruezo , Pedersen , Hahn , Vargas (74. Bazee)– Finnbogason (58.Niederlechner)

Tore:  1:0 Gebre Selasie (84.), 2:0 Agu (87.)

Gelbe Karten: keine | Caligiuri,

Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel)

Zuschauer:  keine Zuschauer erlaubt