Wirtin äußert sich nach Polizeieinsatz vor Lokal in der Augsburger Maxstraße

Kurz vor Mitternacht war ein Polizeieinsatz wegen Verstößen gegen die Corona-Auflagen in der Augsburger Maximilianstraße eskaliert. Zum genauen Hergang gibt es verschiedene Aussagen. Presse Augsburg hat die Wirtin um eine Stellungnahme gebeten.

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Screenshot eines Facebook-Videos, das den gestrigen Einsatz zeigen soll

Kurz vor Mitternacht war ein Einsatz der Polizei in der Maximilianstraße eskaliert. Wie die Polizei mitteilte, wurden die Beamten vom Ordnungsdienst der Stadt gerufen. Die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes hätten zuvor eine Lärmbelästigung und Verstöße im Rahmen des Ausschankes an der betreffenden Lokalität festgestellt. Die Lokalbetreiberin soll den  Aufforderungen nicht nachgekommen sein, weshalb die Einstellung des Barbetriebs angeordnet wurde. Die Wirtin soll daraufhin auf den Ordnungsdienst verbal losgegangen sein und die Stimmung der Menschenmenge gegen die städtischen Mitarbeiter aufgeheizt haben.

„Eine Polizeibeamtin versuchte daraufhin die 30-jährige Wirtin und deren anwesende Mutter hinsichtlich der Verstöße zu sensibilisieren, als plötzlich eine der beiden Frauen unvermittelt der Beamtin ins Gesicht schlug. Als sich die Beamtin aus der Lage befreien wollte, ging auch noch die andere Frau körperlich auf sie los. Daraufhin wurden die beiden Frauen von den Einsatzkräften zu Boden gebracht. Trotz massiven Widerstandes konnten beide Frauen schließlich unter Kontrolle gebracht werden.“, so die Polizei in einer Stellungnahme.

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Das sagt die Wirtin zu den Vorwürfen

Die besagte Wirtin ist Katharina Ertl. Sie hat erst im November das „Corso“ in der Maxstraße übernommen. Die Vorwürfe kann sie nicht verstehen und schildert das Ganze gegenüber unserer Redaktion aus ihrer Sicht etwas anders.

„Ich kann nur sagen, dass ich seit Monaten aufgrund der Coronalage um den Erhalt kämpfe und ich hatte auch nie ein schlechtes Verhältnis zu Beamten. Ich habe in dem Zeitpunkt in keinster Weise die Aggressivität verstanden, auch die Schilderungen der Polizei sind nicht richtig. Ich bin nie in keinster Weise auf einen Beamten losgegangen. Ich wurde nach einem sehr aggressiven Gespräch seitens der Polizei plötzlich zu Boden gerissen und hatte Pfefferspray im Gesicht. Trotz alle dem bekomm ich noch einen Faustschlag von einem Beamten. Ich verstehe die Welt nicht. Ich habe mich mit viel Leidenschaft durch die Coronalage gekämpft und jetzt sowas. Das Schlimmste ist, ich werde wie eine schwer aggressive Verbrecherin dargestellt, ich bin zutiefst erschüttert.“

LKA ermittelt wegen Vorwürfen gegen Polizeimaßnahmen

Das Bayerische Landeskriminalamt prüft aufgrund der erhobenen Vorwürfe den Einsatz der Polizei. Neben Ertls Aussage gibt es auch diverse Handy-Videos des gestrigen Abends.