Nach dem Sieg am Sonntag konnte der FC Augsburg am Mittwochabend gegen Mainz 05 nachlegen. In einer eher durchschnittlichen Bundesligapartie holten die Schwaben dank tollem Kampf mit einem 2:1 drei wichtige Zähler im Abstiegskampf. Dies hatten die Beteiligten nach der Partie dazu zu sagen.

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Mit viel Einsatz ist dem FCA ein weiterer Sieg gelungen (hier Niederlechner) | Foto: Sebastian Pfister

Florian Niederlechner: „Ich bin vor dem Elfmeter in den Ball reingegrätscht und habe dann im Zweikampf eine Berührung wahrgenommen. Aber wenn man die Bilder jetzt sieht, muss man auch sagen, dass es kein Elfmeter war – eine Schwalbe war es aber auch nicht. Insgesamt war das ein großer Schritt für uns, der unheimlich guttut. Mainz hat ein gutes Spiel gemacht, aber wir haben voll dagegengehalten und so muss man es machen im Abstiegskampf. Ich bin absolut stolz auf die Jungs.“

Jeffrey Gouweleeuw: „Wir haben als Mannschaft zusammengehalten. Wir wussten, dass Mainz hier sehr robust und körperlich auftreten wird, und da galt es dagegenzuhalten. Gegen Bayern wird es jetzt ein ganz anderes Spiel, aber wir nehmen das Selbstvertrauen von heute mit nach München und schauen dann, was da möglich ist.“

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Foto: Sebastian Pfister

Ruben Vargas: „Wir haben uns heute so viel vorgenommen und wussten, dass es nicht leicht wird. Am Ende steht ein enorm wichtiger Sieg. Ich glaube, es war mein zweiter Ballkontakt, mit dem ich das heutige Siegtor erzielt habe. Nach Sonntag war das ein weiterer wichtiger Schritt, jetzt wollen wir so weitermachen. Wir sind noch lange nicht durch.“

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Foto: Sebastian Pfister

Mads Pedersen: „So ein schöner Sieg heute! Ich freue mich riesig für Ruben, dass er das Siegtor erzielt hat. Er spielt die ganze Saison auf einem hohen Niveau, in den letzten Momenten hat ihm aber immer das Spielglück gefehlt. Es steht außer Frage, wie wichtig dieser Sieg ist. Ohne unsere Fans wären diese beiden Siege nicht möglich gewesen.“

Silvan Widmer (Mainz): „Wir sind schlecht ins Spiel reingekommen, haben die meisten Zweikämpfe verloren. Wir haben uns das eigentlich genau andersherum vorgestellt. In der zweiten Halbzeit sind wir zurückgekommen, haben aber postwendend das 2:1 bekommen, was natürlich tödlich war. Anstatt den Augsburgern etwas die Luft zu nehmen, haben sie gleich wieder die Oberhand gewonnen – das darf uns nicht passieren. Nach einem Tor, ob für oder gegen uns, muss man erst einmal hinten dicht machen, das ist uns nicht gelungen. Zur Elfmetersituation: Ich habe es auf dem Spielfeld auch so gesehen, dass der Stürmer schon fast am Boden lag, bevor es überhaupt einen Kontakt gab. Wir haben es aber auch schlampig gespielt in dieser Situation, so eine Entscheidung gegen uns tut natürlich trotzdem weh. Ich glaube aber nicht, dass das heute ausschlaggebend war, allgemein können wir mit unserer heutigen Leistung nicht zufrieden sein. Wenn wir körperlich und läuferisch nicht zu hundert Prozent an unsere Leistungsgrenze kommen, dann haben wir gegen jeden Gegner große Schwierigkeiten. In den letzten Spielen haben wir das nur phasenweise geschafft, es muss aber über 90 Minuten eine Top-Leistung her – auch am Samstag gegen den 1. FC Köln.“

Ein echter Abstiegskampf | FC Augsburg erobert gegen Mainz drei wichtige Punkte

Robin Zentner (Mainz): „Bei der Elfmeter-Situation hatte ich einen schlechten ersten Kontakt, hab dann aber zurückgezogen – das ist für mich eine hundertprozentige Fehlentscheidung, auch wenn der Szene mein Stockfehler vorausgeht. Letztendlich ist es extrem bitter, hier zu verlieren, weil wir ab dem 1:0 die bessere Mannschaft waren, trotzdem zu viel zugelassen haben, in einigen Situationen einfach nicht präsent genug waren. Danach waren wir aber spielbestimmend, haben einen hohen Aufwand betrieben und auch gute Torchancen gehabt. Bei dem Standard waren wir nicht richtig wach – es ist sehr ärgerlich heute.“

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Mainz Sportdirektor Schmidt (li) | Foto: Sebastian Pfister

Mainz-Sportdirektor Martin Schmidt: „Für die heute gezeigte Leistung ist es zu wenig, ohne Punkte heimzufahren. Auf der anderen Seite hat das tragischerweise mit dieser Elfmeter-Aktion zu tun. Es ist eigentlich unverständlich, dass der Kölner Keller den Schiedsrichter so einen großen Fehler machen lässt. Auch wenn der Schiedsrichter die Szene in der Live-Wahrnehmung als Foul sieht, muss der Keller erkennen, dass es nichts war. Abgesehen davon haben wir ausgeglichen und kurz darauf wieder ein Gegentor kassiert – das war heute das zweite Standardtor, das wir bekommen haben und ich glaube, darin lag heute auch der Unterschied: In der letzten Konzentration, diese Dinger verteidigen zu wollen, weil es mit Ball nach vorne heute ganz gut war mit ein paar herausragenden Szenen – aber leider zu wenig, um zu gewinnen.“

Markus Weinzierl (Trainer Augsburg): „Ich habe eine sehr gute Mainzer Mannschaft gesehen, die uns alles abverlangt hat, sehr intensiv gespielt hat und immer gefährlich war. Damit hatten wir unsere Probleme, vor allem in der zweiten Hälfte. Nach dem Ausgleich hätte das Spiel auch kippen können, wir sind dann aber durch Ruben Vargas wieder in Führung gegangen, was mich auch sehr für ihn persönlich gefreut hat. Wir haben mit viel Leidenschaft und Mentalität, aber auch etwas Glück und einem guten Torwart verteidigt. Am Ende wurde unsere harte Arbeit mit drei wichtigen Punkten belohnt.“

„Wir haben beide Siege aus eigener Stärke geschafft. Moral, Herz, Zweikampfstärke, ich habe eine gute Mannschaftsleistung gesehen“

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Foto: Sebastian Pfister

Bo Svensson (Trainer Mainz): „Wir waren heute nicht bereit für das Spiel und haben vor allem in der ersten halben Stunde nicht gut ausgesehen. Wir sind dann besser aus der Pause gekommen und haben ein schönes Tor geschossen. Insgesamt haben wir eine gute zweite Hälfte gespielt, aber wir haben einige Standards nicht gut verteidigt, einer davon wurde bestraft. Deswegen haben wir leider verloren.“

Quelle: fcaugsburg.de/mainz05.de/pa