Am Mittwoch, dem 4. März, wurde am Bundespolizeirevier Weiden ein 17-jähriger Iraker von den Beamten der Bundespolizeiinspektion Waidhaus in Gewahrsam genommen. Der Jugendliche hatte sich eigenständig dort gemeldet, nachdem er unerlaubt über die schweizer Grenze nach Deutschland eingereist war. Es stellte sich heraus, dass er als vermisst galt. Das Jugendamt hat die Betreuung des Minderjährigen übernommen.
Unerlaubte Einreise und Fahndung
Der 17-Jährige besuchte zusammen mit seinem Bruder das Bundespolizeirevier am Bahnhof Weiden. Er gab an, auf der Ladefläche eines Lastwagens illegal nach Deutschland eingereist und anschließend mit dem Zug nach Weiden gefahren zu sein, wo sein Bruder bereits seit mehreren Jahren lebt. Die Untersuchung seiner Personalien ergab, dass er im Fahndungsregister als vermisst ausgeschrieben war. Nach eigenen Angaben war er von Behörden in eine Wohngruppe untergebracht worden, verließ diese jedoch eigenmächtig, um zu seinem Bruder zu gelangen.
Ermittlungen und weitere Schritte
Weitere Ermittlungen brachten ans Licht, dass die Bundespolizeiinspektion Konstanz den Jugendlichen schon am Mittwochmittag in einem Zug bei der Einreise festgestellt hatte. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter unerlaubter Einreise eingeleitet, und es war geplant, ihn in die Schweiz zurückzuweisen. In der Zwischenzeit wurde er in einer Jugendeinrichtung in Singen untergebracht, die er jedoch unerlaubt verließ, um nach Weiden zu reisen.
Entscheidung durch das BAMF
Am Mittwochabend nahmen die Bundespolizisten den 17-Jährigen in Gewahrsam und übergaben ihn an das zuständige Jugendamt. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) wurde informiert und wird nun über den weiteren Verbleib des Jugendlichen entscheiden und prüfen, ob eine Zurückweisung in Betracht kommt.


