Investieren in ETFs: Eine moderne Anlagestrategie wird zur Norm

Exchange Traded Funds (ETFs) haben sich in den letzten Jahren zu einer beliebten Anlageoption für Anlegerinnen und Anleger entwickelt.

Diese börsengehandelten Indexfonds bieten eine Möglichkeit, kostengünstig und breit gestreut in verschiedene Märkte zu investieren. Doch was genau macht ETFs so attraktiv und worauf sollten Anlegende achten?

Was sind ETFs?

Anlage-Neulinge finden auf der Instagram-Seite des Finanzdienstleisters tecis Hilfestellungen für die ersten Schritte in die Welt des Geldes – auch zu ETFs. Ein Info-Artikel zeigt: Bei ETFs handelt es sich um Investmentfonds, die in der Regel nicht aktiv gemanagt werden. Niemand trifft eine Auswahl, welche Aktien ins Depot wandern und welche nicht. Stattdessen übernehmen sie die Auswahl eines Aktien- oder Anleihenindex wie etwa des DAX, der Aufstellung der 40 wichtigsten deutschen Aktienunternehmen. Durch die weniger aufwendige Verwaltung sind die Gebühren geringer als bei klassischen Fonds.

Die Finanzexpertinnen und -experten von tecis weisen aber darauf hin, dass die Geldanlage in ETFs weder kostenlos noch risikofrei ist. So sind beispielsweise Transaktionskosten beim Kauf und Verkauf von Fondsanteilen fällig, und wenn Anteile zu einem schwachen Kurs veräußert werden müssen, macht man unter Umständen Verluste, so der tecis-Artikel.

ETF-Sparpläne: Der Trend in Deutschland

In Deutschland erfreuen sich besonders ETF-Sparpläne großer Beliebtheit. Bei dieser Anlagestrategie investieren Anleger regelmäßig, meist monatlich, einen festen Betrag in einen oder mehrere ETFs. Ende 2023 gab es laut des Statistik-Portals Statista in Deutschland bereits rund 7,1 Millionen ETF-Sparpläne, und für Ende 2024 wird ein Anstieg auf etwa 9,5 Millionen prognostiziert. Diese Entwicklung zeigt das wachsende Vertrauen der deutschen Anlegerinnen und Anleger in diese Anlageform.

Diversifikation durch ETFs

ETFs bieten eine einfache Möglichkeit zur Diversifikation des Portfolios. Anlegende können mit wenigen ETFs in verschiedene Anlageklassen, Sektoren und geografische Regionen investieren. Eine beliebte Strategie ist beispielsweise die Kombination eines weltweiten Aktien-ETFs mit einem Anleihen-ETF, um ein ausgewogenes Portfolio zu schaffen. Diese breite Streuung trägt dazu bei, das Gesamtrisiko eines Portfolios zu reduzieren.

Risiken und Herausforderungen

Trotz ihrer Vorteile sind ETFs nicht ohne Risiken. Wie alle Anlageformen unterliegen sie Marktschwankungen. In Zeiten von Marktturbulenzen können auch breit gestreute ETFs erhebliche Wertverluste erleiden. Anleger sollten auch auf die Art der Replikation achten. Während physische ETFs die Wertpapiere des Index tatsächlich halten, verwenden synthetische ETFs Derivate zur Nachbildung, was zusätzliche Risiken bedeuten kann.

ETF-Trends in Europa

Der Erfolg von ETF-Sparplänen in Deutschland breitet sich zunehmend auch in anderen europäischen Ländern aus. Außerhalb Deutschlands stieg die Zahl der ETF-Sparpläne in Europa  von etwa 500.000 im Jahr 2023 auf 1,3 Millionen Ende 2024. Dieser Trend wird von Faktoren wie der steigenden ETF-Akzeptanz, der Digitalisierung durch Neobroker und einem besseren Verständnis für langfristige Geldanlagen getrieben.

Anlegerverhalten und anhaltendes Wachstum

Eine Studie von Xtrackers zeigt interessante Einblicke in das Anlegerverhalten bei ETFs. Demnach nutzen 47 Prozent der befragten Anlegerinnen und Anleger sowohl Sparpläne als auch Einmalinvestments. 32 Prozent bevorzugen ausschließlich Einmalinvestments, während 21 Prozent reine Sparplan-Anleger sind. Diese Zahlen verdeutlichen die Flexibilität, die ETFs Anlegenden bieten.

Die Entwicklung des ETF-Marktes bleibt dynamisch, mit neuen Produkten und Strategien, die regelmäßig auf den Markt kommen. Experten prognostizieren ein weiteres Wachstum, sowohl in Deutschland als auch in anderen europäischen Ländern. Für Anlegerinnen und Anleger bleibt es dabei wichtig, sich kontinuierlich zu informieren und ihre Anlagestrategie regelmäßig zu überprüfen. Dabei sollten sie ihre individuellen Anlageziele, Risikotoleranz und den Anlagehorizont im Blick behalten.

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