„Wir haben uns heute richtig doof angestellt“ | Die Stimmen zur 1:2 Niederlage des FCA gegen Union

In einem Spiel ohne sportliche Bedeutung verliert der FC Augsburg unverdient mit 1:2 gegen Union Berlin (zum Bericht). Die Schwaben beenden die Saison nach der vierten Niederlage in Folge auf Rang 12. Lesen Sie hier die Stimmen zum Spiel.

Phillip Tietz: „Es ist extrem bitter so in die Sommerpause zu gehen. Wir haben eigentlich mehr von der Partie, verteidigen aber zweimal nicht gut, was Union Berlin eiskalt ausgenutzt hat. Wir dagegen hätten unsere Chancen besser nutzen müssen. Vor allem für die Fans tut es mir leid, die 34 Spieltage für uns performen. Definitiv war in der Saison mehr drin, vor allem in der Hinrunde haben wir viel liegenlassen. Die Rückrunde war dann richtig gut, bis auf die letzten vier Spiele. Sicher ist, dass wir nächstes Jahr in unser 15. Jahr Bundesliga gehen.“ Trotz der Enttäuschung über den Saisonverlauf bleibt die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. FCA zeigt beeindruckenden Heimsieg gegen starke Gegner und beweist, dass der Weg in die nächste Saison mit neuen Zielen und Motivation geebnet werden kann. Die Fans können sich auf ein spannendes Jahr freuen, in dem wir alles geben werden, um unsere Leistungen zu steigern.

Phillip Tietz | Foto: Sebastian Pfister

Finn Dahmen: „Wir haben uns heute richtig doof angestellt, vor allem in der 94. Minute. Klar wollten wir in der Schlussphase das Spiel noch gewinnen, aber da gehört auch Restverteidigung mit dazu. Im Moment fühlt sich das Saisonende überhaupt nicht gut an, aber mit ein bisschen Abstand werde ich auf meine persönliche Saison wahrscheinlich positiv blicken können. Seit dem Winter haben wir viele starke Leistungen gezeigt, deswegen ist es umso bitterer, dass wir in den letzten Wochen so einen negativen Lauf hatten. Heute waren wir richtig gut im Spiel, hatten uns viel vorgenommen und die Leistung war über weite Strecken auch in Ordnung. Aber wir müssen einfach das zweite Tor nachlegen – das war der Knackpunkt. Und die Gegentore, die wir kassieren, dürfen so nicht passieren.“

Finn Dahmen | Foto: Sebastian Pfister

Fredrik Jensen: „Die letzten Tage waren sehr emotional für mich. Meine Eltern sind extra für mein letztes Spiel hergeflogen – das bedeutet mir unglaublich viel. Ich habe in den sieben Jahren hier so viele Erinnerungen gesammelt, es war wirklich die Zeit meines Lebens. Natürlich hatte ich viele Verletzungen in meiner Karriere, das gehört dazu – aber ich habe sieben Jahre in der Bundesliga gespielt. Dafür bin ich sehr dankbar und auch ein Stück weit stolz. Ich bin damals allein hierhergekommen, jetzt gehe ich mit meiner Frau, meiner Tochter – und bald kommt unsere zweite Tochter zur Welt. Irgendwann war klar, dass der Moment kommt, in dem man geht. Ich wünsche den Jungs hier nur das Beste und ganz viel Erfolg für die Zukunft. Heute will ich den Abend aber noch mit meiner Familie, dem Klub und meinen Mitspielern genießen. Danach bin ich offen für vieles und schaue positiv nach vorne.“

 

Fredrik Jensen | Foto: Sebastian Pfister

Andrej Ilic (1.FC Union Berlin): “Es war kein einfaches Spiel heute. In der ersten Hälfte der Begegnung hatten wir unsere Probleme, gefährliche Offensivaktionen zu kreieren. Am Ende haben wir dann nochmal alles aus uns rausgeholt und konnten das Spiel noch drehen. Es ist für alle umso schöner, dass wir die Saison mit einem Sieg beenden und nochmal vor unseren außergewöhnlichen Fans feiern konnten, die uns über die gesamte Saison bedingungslos unterstützt haben.”

Jess Thorup (Trainer FC Augsburg): „So haben wir uns unser letztes Heimspiel nicht vorgestellt, wir wollten natürlich mit einem Sieg in die Sommerpause gehen. Die ersten 65 bis 70 Minuten hatten wir eigentlich die Kontrolle über das Spiel, gehen auch in Führung. Am Ende wussten wir auch, dass Union auf die Umschaltmomente wartet, die wir nicht gut verteidigt haben. Deshalb verliert man dann so ein Spiel, das man nach 1:0-Führung nicht verlieren darf, das ärgert mich. Ein großes Lob geht aber an unsere Fans, die uns bis zur letzten Sekunde unterstützt haben. Im Moment sind wir sehr enttäuscht über die Niederlage und es ist schwer das große Ganze zu sehen, weil immer der Eindruck der letzten Spiele lang im Kopf bleibt.“

Jess Thorup (Trainer FC Augsburg) | Foto: Sebastian Pfister

Steffen Baumgart (Trainer 1. FC Union Berlin): „Wenn man ehrlich ist, haben wir heute ein Spiel gesehen, in dem vielleicht nicht die beste Mannschaft gewonnen hat. Augsburg hatte über weite Strecken mehr vom Spiel und auch die besseren Chancen, die meine Mannschaft dann aber gut verteidigt hat. Insgesamt sind wir einfach glücklich, dass wir heute gewonnen haben, wissen den Sieg aber auch einzuordnen, vor allem weil das Siegtor in der letzten Minute erst fällt.“

Steffen Baumgart (Trainer 1. FC Union Berlin) | Foto: Sebastian Pfister
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