Energiegesellschaft Oberallgäu – 27 der 28 kreisangehörigen Kommunen nehmen teil

Unmittelbar vor der Gründung der Oberallgäuer Energiegesellschaft am kommenden Freitag steht nun die Zahl der teilnehmenden Kommunen fest: Nachdem der Gemeinderat der Gemeinde Haldenwang sich am Dienstagabend gegen den Beitritt entschieden hat, startet die Energiegesellschaft mit 27 von 28 Landkreiskommunen in die Umsetzung.

Am Freitag, den 19. Januar wird dies durch die Unterschriften der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie der Oberallgäu Landrätin durch die Unterzeichnung der Gesellschaftsverträge formell besiegelt. Anschließend soll die Gesellschaft den Betrieb aufnehmen. Erste Flächen wurden bereits im Vorfeld gesichert, weitere Projekte sind ebenfalls in der Ausarbeitung. Dabei soll die Gesellschaft ausschließlich auf erneuerbare Energien setzen und die Projekte möglichst verträglich für Mensch und Umwelt umsetzen.

Ziel der rein kommunalen Energiegesellschaft ist es, die Energiewende im Landkreis noch weiter voranzubringen und dabei die Wertschöpfung, also die mit der Stromproduktion verbundenen Gewinne, hier in der Region zu belassen. Dazu können sich auch Bürgerinnen und Bürger direkt in den Projekten ihrer Wahl engagieren.

Landrätin Baier-Müller zeigt sich erfreut über die Teilhabe so vieler Kommunen: „Natürlich hätte ich mich sehr gefreut, wenn mit der Gemeinde Haldenwang alle Oberallgäuer Kommunen vereint in der Energiegesellschaft den Schritt hin zu einer klimaneutralen Energiegewinnung gegangen wäre. Doch zu Beginn des Projekts hätte niemand damit gerechnet, dass wir 27 von 28 Oberallgäuer Städte und Gemeinden unter einem Dach versammeln können. Das ist ein riesiger Erfolg, der zeigt, dass die Energiewende lokal umgesetzt wird und wir kommunalen Akteure dabei unsere Region und die Menschen, die hier leben, mit Ihren Bedürfnissen berücksichtigen wollen. Sie sollen die Gewinner der Energiewende sein.“

Die Energiegesellschaft Oberallgäu soll sich vor allem in den Bereich Solarenergie und Windkraft engagieren, aber auch weitere Technologien wie Wasserkraft oder Biogas sind denkbar. Eine immer wichtigere Rolle werden auch die Techniken zur Speicherung von Energie sein. Denn mit intelligenten Speicherlösungen können die Lücken zwischen Energieproduktion und –bedarf gefüllt werden.

In allen Teilen Bayerns machen sich Gemeinden und Landkreise auf den Weg, die Energieproduktion selbst in die Hand zu nehmen. Der Landkreis Oberallgäu ist dabei Vorreiter, an dem sich andere orientieren

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