Am Samstag hat designierte Kultusministerin Anna Stolz die neue Ausstellung im Lern- und Erinnerungsort „Halle 116“ gemeinsam mit der Oberbürgermeisterin der Stadt Augsburg, Eva Weber, sowie Bezirkstagspräsident Martin Sailer eröffnet.

Dieser Ausstellung ist bedeutend für die Erinnerungskultur, insbesondere für Schülerinnen und Schüler. Wie der bisherige Kultusminister Piazolo im Vorfeld betonte, lehrt uns die Geschichte, wachsam gegen jede Form von Intoleranz und Ausgrenzung zu sein sowie Misstrauen gegen Entmenschlichung zu hegen. Wir möchten in der Gesellschaft und insbesondere bei jungen Menschen ein Bewusstsein schaffen, dass Frieden und Freiheit nicht selbstverständlich sind und jeden Tag aufs Neue verteidigt werden müssen. Was einmal Gewalt und Übergriffen gegen Juden geschehen ist, kann jederzeit wieder passieren, wie uns die Vorfälle in Israel zeigen. Deshalb sind außerschulische Lernorte wie die „Halle 116“ für unsere Schülerinnen und Schüler so wichtig; sie halten die Erinnerung lebendig und motivieren zur Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. In unserer Gesellschaft darf es keinen Platz für Hass, Extremismus und Ausgrenzung geben! Das möchten wir unseren Kindern und Jugendlichen vermitteln, wenn sie die Ausstellung besuchen. Ich danke allen, die in der Arbeitsgemeinschaft „Halle 116″ mitgearbeitet haben, um an diesem Ort ein bedeutendes Stück Zeitgeschichte zu schaffen.“

Die designierte Staatsministerin Anna Stolz betonte auch die Zentralität des neu geschaffenen Lernortes: „Die schrecklichen Ereignisse in Israel haben eine traurige Wahrheit ans Licht gebracht: Der Hass gegen Juden ist nicht verschwunden“. Umso entschlossener müssen wir gegen Hass und Hetze vorgehen! Die heutige Einweihung der Ausstellung in Halle 116 ist vor diesem Hintergrund ein starkes Zeichen für unsere Werte: für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschlichkeit.


