Die geplante Abnahme der Turmzwiebel vom Augsburger Perlachturm verzögert sich. Grund dafür ist eine technische Panne: Die für die Arbeiten gelieferte Hebebühne war nicht hoch genug, um die Figur der Stadtgöttin Cisa sicher von der Kuppelspitze zu entfernen. Die Stadt Augsburg teilte mit, dass der Termin am Donnerstag, 17. Juli, deshalb kurzfristig abgesagt werden musste.
Fehlberechnung bei Fachfirma sorgt für Verzögerung
Wie das Hochbauamt der Stadt erklärte, lag die Ursache der Panne nicht bei der Bauverwaltung. „Alle Komponenten, die im Einflussbereich der Projektleitung liegen, wurden mehrfach geprüft“, heißt es aus dem Amt. Vielmehr habe die beauftragte Baufirma eine externe Fachfirma mit der Bereitstellung einer passenden Hebebühne betraut – eine im Bauwesen übliche Vorgehensweise. Diese Fachfirma verschätzte sich jedoch bei der benötigten Höhe und lieferte ein zu kleines Gerät.
Spezialgerät schwer verfügbar
Ein schneller Austausch der Hebebühne ist nicht ohne Weiteres möglich. Geräte mit einer Reichweite ab 75 Metern sind in Deutschland selten und nicht kurzfristig verfügbar. Aus diesem Grund musste auch der ursprünglich geplante Folgetermin zur Abnahme der gesamten Turmzwiebel am Freitag, 18. Juli, abgesagt werden.
Neuer Zeitplan hängt von Wetter und Technik ab
Das Hochbauamt prüft derzeit verschiedene Optionen, um die Arbeiten bereits in der kommenden Woche nachzuholen – vorausgesetzt, Wind und Wetter spielen mit. Die Stadt kündigte an, einen neuen Termin sowie einen überarbeiteten Zeitplan rechtzeitig bekannt zu geben.
Dabei betont die Bauverwaltung auch die besondere Herausforderung des Projekts: „Im Unterschied etwa zur Sanierung der Domspitze, die vor Ort durchgeführt werden konnte, muss die Turmzwiebel des Perlachs vollständig abgenommen werden. Ein Gerüst wäre hierfür nicht geeignet und stellt keine Lösung dar.“
Folgen für Zeitplan noch unklar
Ob die Verzögerung Auswirkungen auf den weiteren Baufortschritt oder die geplante Eröffnung des Perlach-Info-Pavillons hat, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Eine belastbare Einschätzung will die Stadt im Laufe der kommenden Woche geben.


