Augsburger Allianz für Arbeitsplätze positioniert sich klar gegen Rechtsextremismus

Mit deutlichen Worten bezieht die Augsburger Allianz für Arbeitsplätze in einem gemeinsamen Statement öffentlich Position gegen Rechtsextremismus. Eine entsprechende Erklärung ist gestern bei einer Pressekonferenz im Rathaus offiziell vorgestellt worden, pünktlich zum morgigen Internationalen Tag gegen Rassismus.

Vertreterinnen und Vertreter der Augsburger Allianz für Arbeitsplätze bei der Vorstellung der Gemeinsamen Stellungnahme gegen Rechtsextremismus (v.l.: Roberto Armellini, IG Metall Augsburg, Roland Fürst, Agentur für Arbeit, Silke Klos-Pöllinger, DGB, Wirtschaftsreferent Dr. Wolfgang Hübschle, OB Eva Weber, Markus Anselment, IHK Schwaben, Ulrich Wagner, HWK Schwaben, Jana Knörnschild, Syndikusrechtsanwältin vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V.). Bildnachweis: Ruth Plössel/Stadt Augsburg

In der Erklärung der Allianz für Arbeitsplätze heißt es unter anderem: „Als global vernetzte Wirtschaft stehen wir gemeinsam für Weltoffenheit, Toleranz und internationale Kooperation. Diese Faktoren sind erfolgsentscheidend für die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Deutschland – und für den Wohlstand aller Menschen in diesem Land. Die Wirtschaft wird wesentlich von der Arbeitskraft von Menschen unabhängig von ihrer Herkunft und Identität getragen.“

Im Hinblick auf die besorgniserregend zunehmende gesellschaftliche Polarisierung einigt die Augsburger Allianz für Arbeitsplätze die klare Haltung: „Die Fundamente unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung und damit die Grundlage der sozialen Marktwirtschaft dürfen niemals in Frage gestellt werden. Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und ein respektvolles Miteinander sind die Basis unseres Handelns in einer freien Gesellschaft.“

Oberbürgermeisterin Eva Weber: „Wir alle sind Augsburg“

Oberbürgermeisterin Eva Weber unterstrich: „Gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht ja in unseren alltäglichsten Beziehungen, in der Mitte der Gesellschaft, direkt hier vor Ort: im Freundeskreis, in der Nachbarschaft und eben auch in der Arbeit. Deswegen spielen Unternehmen und Betriebe eine elementare Rolle bei der Bekämpfung von Rechtsextremismus. Es ist von zentraler Bedeutung, dass die Allianz für Arbeitsplätze hier mit ihrem großen Netzwerk ein so deutliches Zeichen setzt und zeigt: Wir ziehen alle am gleichen Strang. An einem Strang, dessen Stärke aus Weltoffenheit, Toleranz und Vielfalt besteht. Wir alle sind Augsburg!“

Zur Vorstellung der gemeinsamen Stellungnahme gegen Rechtsextremismus am 20. März 2024 waren folgende Vertreterinnen und Vertreter der Allianz für Arbeitskräfte anwesend: Oberbürgermeisterin Eva Weber, Wirtschaftsreferent Dr. Wolfgang Hübschle, der Hauptgeschäftsführer der HWK Schwaben Ulrich Wagner, der stellvertretende. Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben Markus Anselment, die DGB-Kreisvorsitzende Augsburg und Regionsgeschäftsführerin Schwaben Silke Klos-Pöllinger, Roberto Armellini, 1. Bevollmächtigter und Geschäftsführer IG Metall Augsburg, Jana Knörnschild, Syndikusrechtsanwältin vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und Roland Fürst, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Augsburg.

Die Augsburger Allianz für Arbeitsplätze wurde 2005 gegründet und besteht aus den führenden Vertretungen der Stadt Augsburg, der Wirtschaftsverbände, der Gewerkschaften, der Kammern und der Agentur für Arbeit. Das Gremium tauscht sich regelmäßig zu arbeitsmarktbezogenen Entwicklungen und Krisenfällen aus. Es genießt höchste Akzeptanz bei den Wirtschaftsorganisationen im Wirtschaftsraum.

In der stadtweit sichtbaren Kampagne „Wir alle sind Augsburg“ zeigt die Stadt Augsburg ihr Bekenntnis für ein friedvolles Miteinander und setzt sich für Vielfalt und gegen Antisemitismus, Muslimfeindlichkeit, Rassismus, Diskriminierung und jede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit ein.

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