Am Montagabend (21.10.2024) ereignete sich gegen 20:30 Uhr auf der B25 zwischen Fremdingen und Dinkelsbühl ein tragischer Verkehrsunfall. Eine 18-jährige Fahranfängerin, die in Richtung Dinkelsbühl unterwegs war, wollte kurz nach der Einmündung nach Rühlingstetten einen Pkw und einen Sattelzug überholen. Dabei kollidierte sie frontal mit einem entgegenkommenden Auto, das von einer 58-jährigen Frau gelenkt wurde.
Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Wagen der 18-Jährigen in den Straßengraben geschleudert und blieb auf dem Dach liegen. Die junge Frau erlag noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen. „Der Pkw der entgegenkommenden Fahrzeugführerin war völlig zerstört auf der Fahrbahn und wies eine starke Deformierung im Frontbereich auf“, erklärte Maximilian Semlinger, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken. Die 58-jährige Fahrerin wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.

Die eingesetzten Kräfte der umliegenden Feuerwehren mussten beide Frauen mittels schwerem Gerät aus den stark beschädigten Fahrzeugen befreien. „Es handelte sich bei dem Unfallzeitpunkt um dichten Nebel“, berichtete Semlinger weiter. Trotz der relativ geraden Strecke auf der B25 sei es aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse zu diesem tragischen Zusammenstoß gekommen.
Die Polizeiinspektion Dinkelsbühl hat noch vor Ort die Ermittlungen aufgenommen, unterstützt von einem Sachverständigen, der auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Ansbach Drohnenaufnahmen anfertigte, um die genaue Unfallursache zu klären. „Der Gutachter hat unter anderem Drohnenaufnahmen aus der Luft gemacht, und nun wird sich dieses Spurenbild dann zu einem einheitlichen Unfallsachverhalt zusammenführen“, sagte Semlinger.
Der Unfall ging nicht nur an den Rettungskräften spurlos vorbei. „Das ist natürlich ein Schadensbild eines großen Ausmaßes, was jeden berührt, jeden mitnimmt“, so Semlinger. Rund 50 Feuerwehrleute, Notärzte, Rettungssanitäter und Polizisten waren an der Unfallstelle im Einsatz. Die Polizei und Rettungskräfte werden nachbetreut, um die psychische Belastung zu verarbeiten.
Zum Schluss gab Semlinger einen wichtigen Appell an die Verkehrsteilnehmer: „Gerade im Bereich, wenn es nebelig ist, ist es oftmals so, dass man die entgegenkommenden Fahrzeuge deutlich später erkennen kann, auch wenn das entsprechende Licht angeschaltet ist. Deswegen umso vorsichtiger, sich im Verkehr zu bewegen, und Überholmanöver wirklich dann durchzuführen, wenn man die gesamte Strecke übersehen kann.“


