Am Dienstag, den 10. März 2026, fiel eine Rentnerin aus Siegenburg im Landkreis Kelheim einem betrügerischen Schockanruf zum Opfer, bei dem sie Bargeld und Gold im Gesamtwert eines fünfstelligen Betrags übergab. Die Kriminalpolizeiinspektion Niederbayern hat die Ermittlungen aufgenommen.
Schockanruf führt zur ersten Geldübergabe
Der Vorfall begann um 13:45 Uhr, als die Rentnerin einen Anruf eines vermeintlichen Polizeibeamten erhielt. Der Betrüger behauptete, ihre Tochter sei in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt, bei dem eine Person gestorben sei. Um eine Haftstrafe abzuwenden, wurde eine Kaution von 80.000 Euro gefordert. Die Täter überzeugten die Rentnerin geschickt, einen niedrigen vierstelligen Eurobetrag zu übergeben. Diese Übergabe fand um 15:30 Uhr statt.
Weitere Forderungen und zweite Übergabe
Im Laufe des Nachmittags forderten die Betrüger weitere Wertgegenstände. Um 18:00 Uhr händigte die Rentnerin eine größere Menge Gold an die Kriminellen aus. Nachdem der Betrug durch die Tochter der Rentnerin entdeckt wurde, erstatteten sie Anzeige.
Zeugenaufruf und Täterbeschreibungen
Der erste Abholer wird als 20-25 Jahre alt beschrieben, mit dunklen, glatten, mittellangen Haaren, 170-175 cm groß, ohne sichtbare Tätowierungen, Brille, Ohrringe oder Bart, und trug einen kleinen schwarzen Rucksack. Der zweite Abholer ist etwa 175 cm groß und hat hellere, mittellange Haare, ebenfalls kein Bart. Ein rotes Auto wurde im Tatzeitraum in der Husarenstraße gesichtet und könnte im Zusammenhang mit der Tat stehen.
Zeugen, die im Bereich der Husarenstraße oder den umliegenden Straßen zwischen 14:00 Uhr und 19:00 Uhr einen roten Pkw gesehen haben oder sonstige Angaben zu den Verdächtigen machen können, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Mainburg unter der Telefonnummer 08751/86330 zu melden.


