Bundestagswahl | Diese Frauen und Männer verteten Bayerisch-Schwaben im neuen Bundestag

Volker Ullrich musste erklären, warum es für ihn nicht mehr gereicht hatte | Foto: Wolfgang Czech

Seit dem vergangenen Wochenende weiß Volker Ullrich, wie es sich anfühlt, Wahlsieger und zugleich der größte Verlierer des Abends zu sein. Der CSU-Bundestagsabgeordnete hatte zwar mit 31,1% die Mehrzahl der Erststimmen im Wahlkreis Augsburg-Stadt auf sich vereinen können, nach der jüngsten durch die Ampel-Regierung umgesetzte Wahlrechtsreform dürfen aber nur so viele Abgeordnete entsandt werden, wie durch die Zweitstimme der Partei gedeckt sind. Kurzum, für den 49-jährigen Juristen hat sein persönlicher Sieg nicht zum Wiedereinzug in den Bundestag gereicht. Eine klare persönliche Niederlage.

Auch Ulrike Bahr (SPD) und Maximilian Funke-Kaiser (FDP) werden aufgrund des Abschneidens ihrer Parteien nicht mehr im Parlament sitzen. Bei der konstituierenden Sitzung des neuen Bundestages, die voraussichtlich am 25. März stattfinden wird, werden die Augsburger Farben durch Claudia Roth von den Grünen und Reimond Scheirich (AfD) hochgehalten. Beide waren als Direktkandidaten deutlich hinter Ullrich gelegen, aber über die Listen ihrer Parteien zu ihrem Mandat gekommen.

Heike Heubach zieht knapp wieder ein

Für die Alternative für Deutschland sitzen mit  Peter Felser (Sonthofen), Rainer Kraft (Langweid am Lech), Andreas Mayer (Wolfertschwenden) und Rainer Rothfuß (Lindau) vier weitere Herren aus Schwaben künftig in Berlin. Claudia Roth ist die einzige Grüne Schwäbin, Wahlverlierer SPD hingegen verfügt nach dem knappen Wiedereinzug Heike Heubach (Stadtbergen) und Christoph Schmid (Alerheim) immerhin über zwei schwäbische Abgeordnete.

CSU mit größter Schwaben-Fraktion

Quelle: Facebook/CSUSchwaben

Die größte Schwaben-Fraktion stellt, auch wenn es für Volker Ullrich nicht gereicht hat die CSU: Hansjörg Durz aus Neusäß, Alexander Engelhardt (Neu-Ulm), der Ostallgäuer Stephan Stracke Mechthilde Wittmann aus dem Oberallgäu und Ulrich Lange aus dem Donau-Ries werden versuchen schwäbischen Belangen in der Regierung Gehör zu verleihen. A pro po Lange: Der beliebte Jurist wird für einen Ministerposten in der Merz-Regierung gehandelt. Und auch für Sieger-Verlierer Ullrich ist wohl noch nicht politische Dämmerung angesagt. Noch am Wahlabend wurde unter vorgehaltener Hand spekuliert, ob der fleißige Vollblutpolitiker nicht für einen Posten als Staatssekretär in Frage kommen kann.

 

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Dominik Mesch
Dominik Mesch
Dominik Mesch ist freier Redakteur und Mitglied der Presse Augsburg-Redaktion.

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