Die eigene Arbeitskraft ist etwas, das jedem Menschen etwas wert ist. Doch bekommt ein Arbeitnehmer auch das für seine Arbeit, was ihm zusteht? Und kann die Zeit, die bei der Arbeit verbracht wird, wirklich angemessen bezahlt werden?

Wer bestimmt, was ein faires Gehalt darstellt?
Die Frage, ob die eigene Arbeit wirklich ausreichend bezahlt wird, hat sich vermutlich so ziemlich jeder Arbeitnehmer schon einmal gestellt. Immerhin verbringt er einen Großteil seiner Lebenszeit damit, für andere etwas zu leisten und geht dabei oft genug an oder sogar über die eigenen Grenzen. Doch wer bestimmt, was ein faires und angemessenes Gehalt für eine Arbeit darstellt?
Vereinfacht gesagt, hängt es von der Wirtschaftslage des jeweiligen Landes und des Betriebes ab, in welchem der Arbeitnehmer beschäftigt ist. Die Nachfrage und das Wirtschaftswachstum bestimmt unter anderem, wie viel Lohn in einem Land gezahlt werden kann und wo die Grenzen liegen. Dabei kommt es dennoch in vielen Fällen vor, dass Menschen zu wenig für ihre Arbeitskraft bekommen, weil sie sich nicht trauen, bei ihren Vorgesetzten nach mehr Geld zu fragen. Doch es gibt gute Gründe, die für eine bessere Bezahlung sprechen würden und diese gilt es zu kennen, um bei den nächsten Gehaltsverhandlungen einen besseren Stand zu haben.
Was verdienen die verschiedenen Berufsgruppen?
In unterschiedlichen Bereichen werden auch sehr variable Gehälter verteilt. So verdienen Beamte generell weitaus mehr als Menschen, die im Handwerk beschäftigt sind. Ist dies nun fair? Ist ein akademischer Beruf wirklich mehr wert, als ein körperlich anstrengender Job als Handwerker? Diese Frage ist sicherlich nicht pauschal zu beantworten, doch klar ist, dass Akademiker gegenüber einem angestellten Elektriker beispielsweise mehr Gehalt bekommen. Natürlich ist hier noch ausschlaggebend, in welchem Betrieb der Elektriker angestellt ist und ob er somit auch wirklich eine faire Bezahlung erhält. Eine Ausnahme stellt oft dar, wer sich in seinem Handwerk bis zum Meister ausbilden lässt. Denn diese Karriere kann sich unter Umständen mehr lohnen als ein langwieriges Studium. So kann es sich also durchaus auch finanziell lohnen, eine Ausbildung als Elektroniker anzustreben und sich dort nach oben zu arbeiten.
Der Stressfaktor steigt für alle Arbeitnehmer seit Jahren deutlich an
Je nachdem, wie sich die wirtschaftliche Lage in der eigenen Region entwickelt, steigt auch der Stressfaktor für die arbeitende Bevölkerung an. Denn jeder verlangt die bestmögliche Arbeitsmoral und Krankheiten und Fehlzeiten werden nicht gern gesehen. Das ist aus Sicht der Arbeitgeber absolut verständlich, doch wächst auch der Druck auf die Arbeitnehmer ständig und stetig an und so sind speziell Stresserkrankungen und daraus resultierende Symptome keine Seltenheit. Wer sich dann krank zur Arbeit schleppt, riskiert nicht nur die Ansteckung der Kollegen, sondern auch massiv seine eigene Gesundheit. Daher sollte Stressprävention in jeder Firma an vorderster Stelle stehen, denn sie lebt von der Arbeitskraft der Angestellten und kann ohne diese nicht existieren.
Ob eine Arbeit angemessen und fair bezahlt wird, ist vermutlich nicht wirklich festzustellen. Im Grunde ist die eigene Arbeitskraft und die Zeit, die dafür aufgewendet wird unbezahlbar und jeder ist in der eigenen Verantwortung auf sich zu achten und den bestmöglichen Vertrag auszuhandeln, um mit einem guten Gefühl und motiviert der täglichen Routine nachzugehen.


