Falsche Bankmitarbeiter betrügen Senioren in Ingolstadt und Neuburg um Tausende Euro

Am 19. Januar 2026 wurden Ingolstadt und Neuburg a. d. Donau von einer Welle von Betrugsanrufen heimgesucht, bei denen sich falsche Bankmitarbeiter das Vertrauen ihrer Opfer erschlichen und somit mehrere Tausend Euro erbeuteten. Die Kriminellen zielten hauptsächlich auf ältere Menschen ab, indem sie vorgaben, eine Mitarbeiterin zur „Überprüfung“ von Karten und Konten vorbeizuschicken.

Falsche Bankangestellte täuschen Rentner

Die Betrüger kontaktierten vormittags Bewohner im Ingolstädter Südwesten und am Nachmittag in Neuburg. Den Rentnerinnen und Rentnern wurde fälschlicherweise mitgeteilt, dass es Probleme bei Abbuchungen auf ihrem Konto gegeben habe, was angeblich eine Überprüfung ihrer Kredit- oder Debitkarte erfordere. Eine vermeintliche Bankmitarbeiterin erschien kurz nach den Telefonaten an den Haustüren der Opfer und verlangte die Aushändigung der Bankkarten sowie der zugehörigen PIN.

Betrügerin hebt tausende Euro ab

Mit den erbeuteten Karten und PINs tätigte die Betrügerin rasch Geldabhebungen an Automaten und führte kleinere Einkäufe durch, bevor die betrogenen Rentner den Betrug erkannten und die Karten sperren ließen. Die unmittelbar eingeleiteten Fahndungen blieben erfolglos.

Polizei sucht Hinweise

Die gesuchte Täterin wird wie folgt beschrieben: Sie ist zwischen 30 und 40 Jahre alt, etwa 170 cm groß, schlank, hat dunkelblonde hüftlange Haare und ein west-/nordeuropäisches Erscheinungsbild. Auffällig sind ihre aufgespritzten Lippen.

Die Kriminalpolizeiinspektion Ingolstadt hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Vorsicht bei ähnlichen Anrufen. Vorsorgliche Maßnahmen und vorbeugende Empfehlungen zur Vermeidung solcher Betrugsfälle werden von der Polizei gegeben:

  • Seien Sie generell misstrauisch bei unerwarteten Anrufen von vermeintlichen Bankmitarbeitern.
  • Übergeben Sie niemals Ihre Bankkarte oder PIN an Fremde.
  • Echte Bankangestellte fordern keine Herausgabe von Bankkarten oder Bargeld.
  • Beenden Sie verdächtige Gespräche zügig und geben Sie keine persönlichen Daten preis.
  • Kontaktieren Sie im Zweifelsfall Ihre Bank über eine bekannte Telefonnummer, vermeiden Sie die Rückruftaste.
  • Gewähren Sie Unbekannten keinen Zutritt zu Ihrer Wohnung.
  • Bestehen Sie auf dem Dienstausweis von Personen, die sich als Amtsträger oder Polizisten ausgeben.
  • Informieren Sie Angehörige über solche Betrugsmaschen und warnen Sie sie.
  • Verwenden Sie im Zweifel die Telefonnummern aus dem Telefonbuch oder im Notfall die 110, um die Polizei zu kontaktieren.
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Alfred Ingerl
Alfred Ingerl
Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.

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