Am vergangenen Samstagmorgen, den 28. März 2026, sorgte ein in falscher Richtung fahrender Pkw auf der Autobahn BAB 9 bei Wolnzach, Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm, für Aufsehen. Die Polizei erhielt mehrere Anrufe von besorgten Verkehrsteilnehmern, die eine Geisterfahrerin meldeten. Nach intensiven Fahndungsmaßnahmen kam es nahe der BAB 93 fast zu einem Zusammenstoß zwischen dem Pkw der Falschfahrerin und einem Streifenwagen der Verkehrspolizeiinspektion Ingolstadt.
Falsche Fahrtrichtung und riskantes Wendemanöver
Bereits um 0:30 Uhr meldeten mehrere Zeugen ein Fahrzeug, das die BAB 9 in entgegengesetzter Richtung befuhr. Nach aktuellem Ermittlungsstand bewegte sich die Fahrerin auf der Fahrbahn Richtung München, obwohl sie in Richtung Berlin unterwegs war. Ein erster Beinahe-Unfall geschah in der Nähe des Autobahndreiecks Holledau. Anschließend wechselte die 48-Jährige auf die BAB 93 in Richtung Regensburg, erneut auf der falschen Fahrspur, und wendete bei der Anschlussstelle Mainburg, um als Geisterfahrerin zurück zum Dreieck Holledau zu fahren.
Polizei vereitelt drohende Katastrophe
Mehrere Streifenwagen waren bei der Fahndung im Einsatz, um die Gefahr zu bannen. Ein beinahe verhängnisvolles Aufeinandertreffen mit einem Polizeiwagen konnte in letzter Minute durch schnelles Handeln der Beamtinnen verhindert werden. Schließlich gelang es der Polizei, die Geisterfahrerin auf der BAB 93 südwestlich von Wolnzach zu stoppen.
Haftbefehl nach versuchtem Tötungsdelikt
Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest zeigte, dass die Fahrerin absolut fahruntüchtig war. Die Kriminalpolizeiinspektion Ingolstadt ermittelt inzwischen wegen eines versuchten Totschlags, da die Frau mehrere Menschenleben in Gefahr gebracht hatte. Ein Richter erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ingolstadt Haftbefehl, und die 48-jährige wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Ingolstadt unter der Telefonnummer 0841 / 9343-0 zu melden.



