FC Augsburg dreht zweimal den Rückstand – Fuggerstädter siegen in Wolfsburg

Der FC Augsburg konnte in Wolfsburg zweimal einen Rückstand drehen und holte dank eines verdienten 3:2 drei Punkte. Der Vorsprung auf den VfL in der Abstiegszone wurde damit auf acht Zähler ausgebaut.

Nach dem glücklichen, aber wichtigen Sieg in der Vorwoche gegen Schlusslicht Heidenheim wollte der FC Augsburg beim Tabellenfünfzehnten Wolfsburg nachlegen. Während die Schwaben seit dem Trainerwechsel zu Manuel Baum eine positive Entwicklung genommen haben, hängen die heutigen Gastgeber ihren eigenen Ansprüchen deutlich hinterher. Die Fans der Niedersachsen quittierten dies mit vielen freien Plätzen auf den Tribünen.

Starker Beginn der Augsburger

Die Vorzeichen waren also klar: Augsburg ging als Favorit in die Partie. Anders als im kleinen Schwabenderby wollten die Fuggerstädter dieser Rolle gerecht werden und übernahmen in den ersten 25 Minuten klar das Kommando. Die beste Gelegenheit in der Anfangsphase hatte Winterneuzugang Ribero nach feiner Vorarbeit, doch VfL-Schlussmann Grabara fischte dem Portugiesen den Ball noch vom Fuß (21.). Erst nach gut einer halben Stunde meldete sich Wolfsburg ebenfalls zaghaft in der Offensive an. Majer vergab die beste Chance der harmlosen Wölfe aus aussichtsreicher Position (28.).

Eine gute Minute brachte dem VfL die Führung

Augsburg bestimmte rund 40 Minuten das Spiel und musste dennoch mit einem Rückstand in die Pause gehen. Dahmen hatte einen Knaller von Vavro zur Ecke abwehren müssen, an deren Ende ein Kopfballtreffer von Gerhardt stand (41.). Bitter für den FCA, der sich bis dahin lediglich vorwerfen lassen musste, das Tor nicht gemacht zu haben.

Starker Ribero mit Tordebüt

Nach dem Seitenwechsel versuchte Augsburg erneut, den Takt vorzugeben. Nachdem Claude-Maurice im Strafraum von Kumbedi zu Fall gebracht worden war, forderten die Gäste einen Strafstoß. Schiedsrichter Schlager sah jedoch keine strafbare Handlung und ließ weiterspielen (54.). Fünf Minuten später fiel der Ausgleich dennoch: Nach starkem Zuspiel des bärenstarken Claude-Maurice tunnelte  Ribero bei seinem Startelfdebüt Grabara. Ein absolut verdienter Treffer für die Schwaben.

Augsburg dreht auch zweiten Rückstand

Der FCA wollte nachlegen, drückte auf den Führungstreffer und kassierte erneut einen Wirkungstreffer. Wolfsburg konterte im eigenen Stadion, und der eingewechselte Shiogai schob zum 2:1 ein (71.). Nötig wäre dieser nicht gewesen. Nur wenige Augenblicke zuvor hätte der ebenfalls eingewechselte Wolf Augsburg in Führung bringen müssen. Wie er aus kurzer Distanz weit am langen Pfosten vorbeischoss, bleibt wohl ein ewiges Rätsel.

Geschlagen war der FCA dennoch nicht. Nach einem Handspiel von Vavro im Strafraum durfte der kurz zuvor eingewechselte Gregoritsch vom Elfmeterpunkt ausgleichen (87.). Das war noch allerdings nicht der Schlusspunkt, weil Rexhbecaj gegen seinen Heimatverein für den FC Augsburg in der Nachspielzeit den 3:2-Siegtreffer erzielen konnte. Während die Niedersachsen immer tiefer im Tabellenkeller feststecken, konnte sich Augsburg mit dem fünften Sieg unter Trainer Baum ein dickes Polster auf die Abstiegsränge sichern. Vor dem Duell mit dem 1.FC Köln (Freitag, 20:30 Uhr) klettern die Zirbelnusskicker auf Rang 10.

VfL Wolfsburg: Grabara – Kumbedi, Vavro, Jenz, Belocian – Eriksen, Gerhardt, Daghim, Majer (65. Shiogai), Svanberg – Amoura (82. Pejcinovic)

FC Augsburg:  Dahmen – Banks, Schlotterbeck, Zesiger – Fellhauer (81. Ogundo), Jakic, Massengo (59. Rexhbecaj), Giannoulis (69. Wolf) , Kömür (58. Rieder), Claude-Maurice – Ribeiro (81. Gregoritsch)

Tore: 1:0 Gerhardt (41.), 1:1 Ribero (59.), 2:1 Shiogai, 2:2 Gregortisch (87./Handelfelfmeter)

Gelbe Karten: Majer, Svanberg, Belocian | Ribero, Schlotterbeck, Jakic, Gregoritsch

Schiedsrichter: Daniel Schalger (Gernsbach)

Zuschauer:  

 

 

 

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Dominik Mesch
Dominik Mesch
Dominik Mesch ist freier Redakteur und Mitglied der Presse Augsburg-Redaktion.

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