Kreis Lindau | Großeinsatz am Bahnhof Hergatz – und plötzlich kommt der Nikolaus

Am Freitagabend kam es gegen 19:50 Uhr zu einem größeren Feuerwehreinsatz am Bahnhof Hergatz im Landkreis Lindau. Zahlreiche Feuerwehren aus Bayern und Baden-Württemberg wurden alarmiert, nachdem in einem EuroCity auf der Strecke von Zürich nach München eine automatische Brandmeldung ausgelöst worden war. Der Verdacht: ein möglicher Kabelbrand im Zug.

Der EC setzte seine Fahrt nach der Auslösung zunächst fort und wurde erst kurz darauf im Bereich des Bahnhofs Hergatz gestoppt. Rund 200 Passagiere mussten den Zug verlassen und wurden von den Einsatzkräften zu einem sicheren Sammelplatz begleitet. Die Feuerwehr untersuchte den Zug gründlich. Ein offenes Feuer konnten die Kräfte nicht entdecken, jedoch bestätigten sie einen deutlich wahrnehmbaren Brandgeruch. Zur Sicherheit wurde der Zug vom Stromnetz getrennt und im weiteren Verlauf wiederholt mit einer Wärmebildkamera überprüft.

Ein Rettungswagen stand vorsorglich bereit, Verletzte gab es glücklicherweise keine.

Die Bahnstrecke zwischen Wangen und Lindau war für rund zwei Stunden vollständig gesperrt. Die Deutsche Bahn richtete währenddessen einen Ersatzverkehr mit Bussen ein, um die Weiterfahrt der gestrandeten Reisenden in Richtung München zu ermöglichen. Die Passagiere wurden auf einem nahe gelegenen Firmengelände gesammelt und dort betreut, wie Kreisbrandrat Wolfgang Endres vor Ort erklärte.

Nikolaus sorgt für unerwarteten Lichtblick

Mitten in die angespannte und ungeplante Situation platzte ein Moment, der vielen Betroffenen ein Lächeln ins Gesicht zauberte: Ein Nikolaus – begleitet von seinem Knecht Ruprecht – kam zufällig vorbei. Mit kleinen Geschenken, freundlichen Worten und humorvollen Sprüchen sorgte er für eine spürbare Auflockerung. Besonders die Kinder strahlten, doch auch viele Erwachsene konnten sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.

Der Nikolaus bedachte zudem die Einsatzkräfte und dankte ihnen für ihren engagierten Dienst – selbstverständlich ebenfalls mit kleinen Aufmerksamkeiten.

So wurde die Wartezeit in dieser außergewöhnlichen Lage für viele Reisende ein gutes Stück erträglicher – und trotz des Vorfalls ein wenig heller. Die Reisenden nutzen die Gelegenheit, um miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Bekanntschaften zu schließen. Viele von ihnen äußerten die Hoffnung, dass die künftige Nutzung des Kreisjugendheims dazu beitragen könnte, solche Situationen besser zu managen und den Betroffenen in ähnlichen Fällen schneller zu helfen. Am Ende des Tages war die Atmosphäre trotz der Umstände durch den Zusammenhalt der Menschen geprägt.

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