Länderübergreifender Schlag gegen brutale Räuberbande in Deutschland und Rumänien: Vier Festnahmen

STUTTGART/NEU-ULM/VASLUI/SOSPEL. In einer internationalen Polizeikooperation ist es den Einsatzkräften am Mittwoch, dem 25. Februar 2026, gelungen, eine berüchtigte Räuberbande zu zerschlagen. Vier Verdächtige im Alter von 32 bis 55 Jahren wurden verhaftet; sie stehen im Verdacht, schwerwiegende Raub- und Eigentumsdelikte im süddeutschen Raum begangen zu haben. Zudem wurde die Wohnung eines weiteren 31-jährigen Verdächtigen durchsucht.

Brutale Überfälle auf Ehepaare aufgedeckt

Die Verdächtigen sollen im September 2025 ein älteres Ehepaar in ihrem Haus an der Feuerbacher Heide brutal überfallen haben. In allen drei bekannten Fällen überwältigten sie die anwesenden Ehepaare, raubten sie aus und agierten mit extremer Brutalität: Die Opfer wurden gefesselt, bedroht und zum Teil verletzt. Bei ihren Raubzügen, die auch im Januar und Dezember 2025 stattfanden, sollen sie Schmuck, Geld und weitere Wertgegenstände im Millionenbereich erbeutet haben. Die Ermittlungsgruppe „Titan“ führte die Behörden auf die Spur dieser organisierten Kriminalität.

Überfälle und Fahndungserfolge in Bayern

Parallel zu den Ermittlungen in Stuttgart ergaben sich auch im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West Anhaltspunkte auf ähnliche Straftaten. Ein solcher Vorfall ereignete sich in Altenstadt, Landkreis Neu-Ulm, während des Pfingstwochenendes. Vier maskierte Täter drangen in ein Haus ein, bedrohten die anwesende Familie mit Schusswaffen und fesselten sie. Der Raubüberfall mit schwerer Misshandlung der Opfer und erbeuteten Wertgegenständen führte zu einer intensiven Zusammenarbeit der Behörden. Die Kriminalpolizeiinspektion Neu-Ulm stellte diesen Fall auch bei Aktenzeichen XY vor, um weitere Hinweise zu gewinnen.

Internationale Zusammenarbeit führt zu Festnahmen

Europol spielte eine zentrale Rolle in der länderübergreifenden Zusammenarbeit. Mit Unterstützung der Staatsanwaltschaften Stuttgart und Memmingen wurden europäische Haftbefehle und Durchsuchungsanordnungen erwirkt. Am Aktionstag wurden die vier Hauptverdächtigen in Rumänien im Kreis Vaslui festgenommen, während zeitgleich in Frankreich und Deutschland Razzien durchgeführt wurden. Umfangreiches Beweismaterial gilt es nun auszuwerten.

„Die beispiellose Skrupellosigkeit, mit der die Tatverdächtigen vorgegangen sind, hat den Druck auf die Ermittlungen natürlich noch mehr erhöht. Das Gefühl von Wehrlosigkeit und Fassungslosigkeit können wir den betroffenen Personen leider nicht nehmen, aber wir können dafür sorgen, dass nicht noch mehr Menschen solchen furchtbaren Angriffen in ihren eigenen vier Wänden ausgesetzt sind“, resümiert Markus Eisenbraun, Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Stuttgart.

Die vier verhafteten Rumänen werden mit europäischem Haftbefehl in Auslieferungsgewahrsam gehalten und sollen am 25. Februar 2026 in Rumänien einem Haftrichter vorgeführt werden.

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Alfred Ingerl
Alfred Ingerl
Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.

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