Memmingen | Bauantrag für Minarett wird abgelehnt

Der Bauantrag für ein Minarett in Memmingen ist nun abschließend abgelehnt.


Mit 20 zu 20 Stimmen entschied der Memminger Stadtrat in der Plenumssitzung vom 29. Januar gegen den Bauantrag der Türkisch Islamischen Gemeinde zu einem Minarett an der bestehenden Moschee. Stimmengleichheit gilt dabei als Ablehnung. Nach intensiven Gesprächen mit den Stadtratsfraktionen sowie den weiteren Beteiligten stellt sich Oberbürgermeister Jan Rothenbacher hinter die Entscheidung des Stadtrats. Der Beschluss wird umgesetzt. 

 

In den vergangenen Tagen wurde der ablehnende Beschluss nochmals eingehend überprüft. Grundsätzlich hatte das Baureferat der Stadt Memmingen den Antrag als genehmigungsfähig beurteilt. Kritisch wurde jedoch die beantragte Höhe des Minaretts von 24 Metern gesehen. Die Bebauungspläne angrenzender Bereiche sehen Gebäudehöhen von maximal 16 Metern vor. „Das für eine Genehmigung notwendige Kriterium des Einfügens in die Umgebung kann in diesem Punkt sehr unterschiedlich bewertet werden“, erläutert Oberbürgermeister Jan Rothenbacher. „Wir haben sowohl im Bauausschuss als auch im Stadtratsplenum einen ablehnenden Entscheid. Ich respektiere die Willensbildung der Gremien“, betont der Oberbürgermeister. Der Bauantrag wird nun durch die Stadtverwaltung abgelehnt.

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