Der FC Augsburg hat das Kapitel Sandro Wagner offiziell beendet – und das hat nicht nur sportliche, sondern auch erhebliche finanzielle Folgen. Wie Sky berichtet, muss der Verein seinem ehemaligen Cheftrainer eine Abfindung von bis zu drei Millionen Euro zahlen.
Kurzes, erfolgloses Kapitel
Nach lediglich 14 Pflichtspielen zieht der FCA die Notbremse. Unter Wagner gelang der Mannschaft in den vergangenen sieben Bundesliga-Partien nur ein einziger Sieg. Die ursprünglich bis 2028 ausgelegte Zusammenarbeit endet damit deutlich früher als geplant. Ausschlaggebend war nicht nur das deutliche 0:3 gegen Hoffenheim, sondern auch wachsende Zweifel am eingeschlagenen Kurs – bei Wagner selbst ebenso wie bei der Vereinsführung.
Fans fordern Konsequenzen – nicht nur beim Trainer
In der Fanszene wächst der Frust über die gesamte Entwicklung des Vereins. Viele Anhänger sehen es als zu kurz gegriffen, die Verantwortung ausschließlich bei Wagner zu suchen.

Stattdessen verlangen sie auch personelle Veränderungen in der Klubführung. Neben dem zuvor vollzogenen Trainerwechsel von Thorup zu Wagner rückt vor allem die Kaderplanung in den Fokus der Kritik: Nach Meinung vieler Fans ist die aktuelle Mannschaft nicht dafür ausgelegt, den offensiven Spielstil umzusetzen, den sich der FCA wünscht und den Wagner forcieren wollte. Die Vereinsführung habe es versäumt, ein Team zusammenzustellen, das diesen Anforderungen gerecht wird, heißt es aus dem Umfeld der Anhänger.
Baum übernimmt vorübergehend
Bis zur Winterpause wird nun Manuel Baum interimsweise die Mannschaft betreuen. Der 46-Jährige ist aktuell als Direktor für Entwicklung im Verein tätig und war bereits zwischen 2016 und 2019 Cheftrainer des FCA. Seine Rückkehr an die Seitenlinie soll vorerst für Stabilität sorgen – doch viele Beobachter sind überzeugt: Die größten Fragen müssen nicht nur auf dem Platz, sondern auch hinter den Kulissen beantwortet werden.


