Am Abend des 20.08.2024 ereignete sich kurz vor 21.00 Uhr ein Verkehrsunfall auf der Hauptfahrbahn der A99, kurz nach dem Autobahnkreuz München-West in Fahrtrichtung Lindau.
Im Rahmen einer Nachtbaustelle im Tunnel Aubing war der linke Fahrstreifen gesperrt, sodass es aufgrund des Verkehrsaufkommens zu einem entsprechenden Rückstau kam. Obwohl der Unfallhergang anfangs noch Fragen aufwarf, dürfte nach derzeitigem Stand ein 58-jähriger Mercedes-Fahrer aus dem Münchner Landkreis den rechten Fahrstreifen befahren haben. Aus bisher nicht näher bekannten Gründen übersah er das Stauende und fuhr auf den Ford Fiesta einer 52-jährigen aus München auf. Durch die Wucht des Aufpralls stellte sich der Ford quer und prallte mit dem Heck gegen einen davor stehenden VW einer 63-jährigen Lenkerin aus dem Landkreis Starnberg. Der VW wurde durch die Aufprallenergie noch auf den wiederum davor stehenden BMW SUV geschoben, welcher von einer 27-Jährigen aus dem Kreis Lüneburg gelenkt wurde. Nachdem der Mercedes-Fahrer versetzt auf den Ford Fiesta aufgefahren war, fuhr oder schleuderte er links an Ford, VW und BMW vorbei, um dann nahezu rechtwinklig nach rechts abzukommen. Dadurch stieß er gegen einen weiteren BMW auf dem rechten Fahrstreifen, welcher sich quer stellte. Der Mercedes kam nun endgültig – ebenfalls quer zur Fahrtrichtung – vor der Mittelbetongleitwand zum Stehen.
Durch den ersten Aufprall wurde insbesondere der Ford stark beschädigt, so daß die Fahrzeugführerin schwer verletzt wurde. Ihre 63-jährige Beifahrerin erlitt ebenfalls Verletzungen, welche jedoch weniger schwerwiegend ausfielen. Für die Ford-Fahrerin landete auf der Gegenfahrbahn ein Rettungshubschrauber, so dass zunächst auch eine Sperrung der Richtungsfahrbahn Salzburg erforderlich wurde. Die Beifahrerin wurde, wie auch der Mercedes-Lenker, beide Insassen des VW und die 20-jährige Fahrerin des BMW, jeweils mit einem Rettungswagen in umliegende Krankhäuser verbracht. Mit Ausnahme der Beifahrerin des Ford waren hier jedoch nur leichtere Verletzungen zu beklagen. Lediglich die beiden Insassen des BMW SUVs blieben unverletzt und konnten mit ihrem Fahrzeug auch die Weiterfahrt antreten. Alle anderen Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. An den Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von insgesamt ca. 40.000 EUR.
Nach erfolgter Abschleppung wurde die Unfallstelle durch Mitarbeiter der Autobahnmeisterei gereinigt und konnte um 23.45 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden.
An der Unfallstelle befanden sich die Berufsfeuerwehr sowie die freiwillige Feuerwehr München mit ca. 30 Mann. Die verletzten Verkehrsteilnehmer wurden von zahlreichen Rettungswagenbesatzungen und Notärzten betreut. Während der medizinischen Erstversorgung waren beide Richtungsfahrbahnen für die Dauer von ca. 45 Minuten gesperrt. Anschließend konnte der Verkehr auf dem linken Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden.
Während der laufenden Unfallaufnahme gingen Mitteilungen über einen frei laufenden Hund auf der Gegenfahrbahn ein. Dieser konnte durch eine unterstützende Polizeistreife einer angrenzenden Münchner Polizeiinspektion eingefangen werden. Letztlich bot eine Zeugin des Unfalls an, den Hund bei sich aufzunehmen, bis dessen Besitzer ermittelt werden kann. Zwischenzeitlich wurde jedoch bekannt, dass sich der Hund im Ford befand, den Unfall aber ohne erkennbare Verletzungen überstanden hatte.
Zur Klärung des Unfallhergangs werden Zeugen des Unfallgeschehens gebeten, sich mit der Verkehrspolizeiinspektion Fürstenfeldbruck unter der Tel.-Nr. 089/89118-0 in Verbindung zu setzen.
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