Mindelheim | Notunterkunft in der SFZ-Turnhalle wird aufgelöst – Flüchtlinge helfen beim Abbau

Seit September 2023 diente die Turnhalle des Sonderpädagogischen Förderzentrums Mindelheim (SFZ) als Flüchtlingsunterkunft. Rund 80 Personen waren hier untergekommen. Inzwischen konnte die Ausländerbehörde am Landratsamt Unterallgäu weitere Unterkünfte anmieten und einrichten, zum Beispiel eine Halle mit Büroräumen in Mindelheim in der Ifenstraße. Nun wurden alle Geflüchteten aus der SFZ-Turnhalle in diese Unterkunft verlegt.

Symbolfoto: Wolfgang Czech

„Die Turnhallen-Belegung war eine absolute Notlösung, weil die Lage im Herbst so angespannt war“, hebt Landrat Alex Eder hervor: „Ein großer Dank gilt allen, die in dieser Zeit zurückstecken mussten oder geholfen haben.“ So durften zum Beispiel die Schüler des SFZ vorübergehend die Turnhalle der Berufsschule nutzen. Jetzt müssen Betten abgebaut werden und die Turnhalle wieder in ihren Ursprungszustand versetzt werden. Bei diesen Arbeiten werden auch einige Flüchtlinge unterstützen.

„Als Nächstes planen wir, die Flüchtlinge aus dem Thermozelt vor dem Landratsamt zu verlegen“, sagt Eder. Jedoch steigen derzeit auch wieder die Zuweisungen. „Deshalb soll das Zelt noch bis Sommer stehenbleiben, falls sich die Situation erneut heftig zuspitzt.“ In dem Thermozelt, das seit Oktober auf dem Besucherparkplatz des Landratsamts in Mindelheim steht, sind derzeit 160 Flüchtlinge untergebracht.

Ist die SFZ-Turnhalle geräumt, gibt es noch 74 Flüchtlingsunterkünfte im Unterallgäu, 69 davon betreibt das Landratsamt, fünf sind Gemeinschaftsunterkünfte der Regierung von Schwaben. Rund 1200 Asylbewerber, vorwiegend aus Afghanistan, Türkei, Irak und Iran, und 1100 ukrainische Geflüchtete leben insgesamt in diesen Unterkünften. 

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