Netzunabhängige Stromerzeugung: Die besten Möglichkeiten

Es gibt viele Menschen, die darüber nachdenken, ob ein Off-grid-Leben das Richtige für sie ist. Sie wissen, dass dies bedeutet, dass man keine Stromrechnungen mehr bezahlen und den gesamten Strom selbst erzeugen muss. Aber was ist damit verbunden? Wenn es darum geht, netzunabhängigen Strom zu erzeugen, gibt es einige Methoden, mit denen man die gesamte Energie erzeugen kann, die man braucht, um bequem netzunabhängig zu leben.

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Netzunabhängige Energie mit Solarstrom

Wenn es um netzunabhängige Energie geht, fällt den meisten wahrscheinlich sofort die Solarenergie ein. Die sonnen betriebene Option, zu der photovoltaische Solarmodule, ein Wechselrichter und Batterien gehören, kann über einen langen Zeitraum viel Strom liefern, ohne bewegliche Teile und mit geringem Wartungsaufwand – vor allem, wenn man am eigenen Wohnort viel Sonne abbekommt.

Eine Stecker-Solaranlage oder ein Solar Balkonkraftwerk bringt viele Vorteile mit sich. An erster Stelle steht dabei die Umweltfreundlichkeit, da der Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen wird und sich langfristig nicht nur positiv auf den CO₂ Ausstoß, sondern auch auf die Geldbörse auswirkt.  

Der selbst erzeugte Strom kann direkt im Haushalt genutzt werden und die Anlage bei einem Umzug einfach abgebaut und mitgenommen werden. Ein Balkonkraftwerk ist platzsparend und einfach zu montieren. Im Vergleich zu einer großen Photovoltaikanlage sind die Anschaffungskosten gering und amortisieren sich innerhalb weniger Jahre.

Netzunabhängige Stromerzeugung mit Windstrom

Die Stromerzeugung mit Windturbinen für Privathaushalte ist eine weitere Option für netzunabhängige Energieversorgung. Wenn man die Durchschnittswerte und die Windgeschwindigkeitsbereiche kennt, kann man abschätzen, wie viel Strom ein bestimmtes System erzeugen wird. Man sollte daran denken, dass die Windgeschwindigkeiten auf einem bestimmten Grundstück je nach lokaler Topografie erheblich von den regionalen Durchschnittswerten abweichen kann.

Bei der Auswahl einer Turbine kommt es auf die Größe an. Für ein durchschnittliches Haus mit einem monatlichen Stromverbrauch von 830 kWh wird eine Turbine mit einer Leistung von 5 bis 15 kW benötigt (unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Windgeschwindigkeit). Der Rotor einer 10-kW-Turbine hat einen Durchmesser von etwa 3,5 Metern und ist auf einem Turm montiert, der oft mehr als 30 Meter hoch ist. Private Windräder sind selten über 20 Meter hoch. Einige Bundesländer genehmigen nicht mehr als 10 Meter.

Wenn man in der Stadt oder auf einem kleinen Grundstück lebt, funktioniert eine große Anlage vielleicht nicht so gut, aber viele Menschen haben das nötige Grundstück für diese Größe. Der größte und offensichtlichste Nachteil ist die Notwendigkeit einer Brise: wenn der Wind nicht weht, steht die Turbine still und es wird kein Strom erzeugt. 

Windkraftanlagen haben außerdem bewegliche Teile, was bedeutet, dass mehr Dinge gewartet werden müssen und ausfallen können. Wenn aber eine gute, konstante und steife Brise durch den Garten weht, kann man diese Art der Energiegewinnung über Jahrzehnte nutzen.

Mikro-Hydro-Elektrizität nutzen, um netzunabhängig zu leben

Die Mikro-Wasserkraft ist wahrscheinlich das am wenigsten bekannte netzunabhängige Energiesystem. Sie nutzt als Quelle fließendes Wassers, z. B. einen Bach, zur Stromerzeugung. Sie wird aus der Energie des Wassers erzeugt, das von einem hohen zu einem niedrigeren Pegel fließt und eine Turbine am unteren Ende des Systems antreibt.

Die Mikrohydro-Stromerzeugung kann die kostengünstigste der drei Varianten sein. Wenn die Quelle gut ist, läuft sie 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und liefert viel netzunabhängige Energie für eine lange, lange Zeit. Da sie so viel konstantere Energie produziert, werden weniger Batterien zur Speicherung der Energie benötigt, weil es weniger oder gar keine Zeit gibt, in der das System keine Energie erntet. 

Wie bei den beiden anderen Verfahren sind natürlich auch hier ganz bestimmte Bedingungen vor Ort erforderlich. Wer keinen Bach im Garten hat, kann die Mikrohydraulik nicht nutzen.

Effiziente Planung

Wenn man das, was man hat, effizienter nutzen kann, gibt es keinen Grund, mehr Geld auszugeben, um mehr zu produzieren. Eine effiziente Planung ist der beste Weg, um ein hohes Maß an Energieeinsparung zu erreichen. Es gibt aber auch viele Nachrüstungen in Form von Isolierung und Effizienzverbesserungen, die dazu beitragen können, den Energiebedarf zu senken. 

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