In München kam es am Wochenende zu mehreren Einsätzen der Bundespolizei in Bahnhöfen und S-Bahnhaltepunkten. Die Vorfälle reichten von Missbrauch von Nothilfeeinrichtungen über gefährliche Eingriffe in den Bahnverkehr bis hin zu Auseinandersetzungen und Diebstählen.
Missbrauch von Nothilfeeinrichtungen in Ismaning
Am S-Bahnhaltepunkt Ismaning löste ein 16-jähriger Ukrainer kurz nach Mitternacht mehrere Nothilfeeinrichtungen aus. Die Landespolizei musste aufgrund seines heftigen Widerstands Reizstoffspray einsetzen. Zuvor hatte der Jugendliche einen Feuerlöscher entnommen und unberechtigt ein Handfeuermelder betätigt, was einen Feuerwehreinsatz zur Folge hatte. Aufgrund auffälligen Verhaltens wurde er in psychologische Betreuung übergeben. Die Bundespolizei ermittelt wegen Missbrauchs von Nothilfeeinrichtungen.
Gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr am Leuchtenbergring
Ein 42-jähriger Syrer befand sich am Leuchtenbergring im Gleisbereich. Der Fahrer einer S-Bahn musste eine Notbremsung einleiten, um eine Kollision zu vermeiden. Der Mann wurde anschließend von der Bundespolizei am Münchner Ostbahnhof übernommen. Ermittlungen wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr wurden eingeleitet.
Körperliche Auseinandersetzung am Karlsplatz
Am S-Bahnhaltepunkt Karlsplatz gerieten vier Männer in eine Auseinandersetzung. Ein 33-jähriger Ukrainer griff einen 52-jährigen deutschen DB-Reiniger körperlich an, was zu einem Schlagabtausch und weiteren Verletzungen führte. Die Bundespolizei ermittelt gegen die Beteiligten wegen wechselseitiger Körperverletzung. Der Ukrainer wird wegen gefährlicher Körperverletzung dem Haftrichter vorgeführt.
Besonders schwerer Diebstahl am Rangierbahnhof Nord
Am Rangierbahnhof Nord entdeckte ein Mitarbeiter von Lokomotion mehrere aufgeschlitzte Planen an Güterwagen. Unbekannte Täter hatten Kupfer aus Kabeln entwendet, wodurch ein Schaden von mehreren Hundert Euro entstand. Die Bundespolizei untersucht den Vorfall als besonders schweren Diebstahl und Teil einer Serie vergleichbarer bundesweiter Fälle. Ermittlungen zu möglichen Zwischenstopps des betroffenen Güterzugs laufen.


