In Neukirchen b. Hl. Blut, Landkreis Cham, ereignete sich ein spektakulärer Vorfall, bei dem ein polnischer Staatsangehöriger versuchte, einen in Mittelfranken gestohlenen Audi A6 Avant über die deutsch-tschechische Grenze zu bringen. Dank der schnellen Reaktion und grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der Polizei konnte der Dieb schließlich in Tschechien festgenommen werden.
Verfolgungsjagd von Deutschland nach Tschechien
Am frühen Mittwochmorgen, kurz vor 05:00 Uhr, wollten Beamte der Grenzpolizeigruppe Furth im Wald das Fahrzeug auf der Kreisstraße 45 kontrollieren. Der Fahrer missachtete jedoch die Anweisungen und flüchtete mit hoher Geschwindigkeit Richtung Tschechien. Die Polizei nahm die Verfolgung auf und informierte über das Zentrum der deutsch-tschechischen Polizei- und Zollzusammenarbeit die tschechischen Behörden, um den Flüchtigen zu stellen.
Gefährliche Flucht und Festnahme
Während der Flucht gefährdete der Fahrer bei Rittsteig einen entgegenkommenden Pkw, dessen Fahrer stark abbremsen und ausweichen musste, um eine Kollision zu vermeiden. Trotz rasanter Fahrweise gelang es ihm nicht, der Polizei zu entkommen. Nach zahlreichen Verkehrsverstößen und einem Unfall in Nyrsko, bei dem er gegen eine Gartenmauer fuhr, setzte der 38-Jährige seine Flucht kurz zu Fuß fort. Verletzungsbedingt gab er jedoch auf und wurde ohne Widerstand festgenommen.
Internationale Ermittlungen und Haftbefehl
Nach seiner Festnahme übergab die bayerische Polizei den Mann an tschechische Behörden. Untersuchungen ergaben, dass der Audi in der Nacht zuvor in Ellingen, Mittelfranken, gestohlen wurde. Die Kriminalpolizeiinspektion Ansbach hat die Ermittlungen übernommen, und die Staatsanwaltschaft Ansbach beantragte die Auslieferung des Verdächtigen nach Deutschland. Der 38-Jährige wurde einem tschechischen Richter vorgeführt, der eine Festhaltungsanordnung erließ. Zusätzlich wurde am 18. März 2026 ein europäischer Haftbefehl erlassen.
Die Polizeiinspektion Furth im Wald ermittelt weiterhin zu den Verkehrsdelikten in Deutschland und sucht Zeugen, insbesondere den gefährdeten Pkw-Fahrer vom Morgen des 18. März 2026. Hinweise werden unter der Telefonnummer 09973/504-0 entgegen genommen.





