Am Mittwochabend verlor ein 29-jähriger Autofahrer auf der Staatsstraße 2050 zwischen Schrobenhausen und Langenmosen im Bereich des Hagenauer Forsts sein Leben. Gegen 18:23 Uhr wurde die Polizei alarmiert – beim Eintreffen bot sich den Einsatzkräften ein Bild des Schreckens.
„Ein Fahrzeug ist nach ersten Erkenntnissen von der Fahrbahn abgekommen und frontal gegen einen Baum geprallt“, erklärt Christian Linden, Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Schrobenhausen. Das Auto war im Frontbereich massiv beschädigt, der Fahrer schwer eingeklemmt. Ersthelfer waren zwar schnell zur Stelle, konnten den Mann jedoch nicht erreichen – das Wrack war zu stark deformiert.
Die Feuerwehr musste mit schwerem Gerät anrücken, um den jungen Mann zu befreien. Doch die Reanimationsversuche des Rettungsdienstes blieben erfolglos. Der Fahrer verstarb noch an der Unfallstelle.
„Das ist eine Situation, die auch für unsere Einsatzkräfte extrem belastend ist“, so Linden. Entsprechend wurden umgehend Kriseninterventionsteams für die Angehörigen sowie die psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) für die Rettungskräfte aktiviert. Die SEKEinsatz in der Innenstadt erforderte eine schnelle und koordinierte Reaktion der Einsatzkräfte. Während die Kriseninterventionsteams sofort in Alarmbereitschaft versetzt wurden, war es ebenso wichtig, die Belastungen der Rettungskräfte zu erkennen und zu adressieren. Um die Situation bestmöglich zu bewältigen, wurde auch eine umfassende Nachbesprechung der Einsätze eingeplant.
Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen. Die Staatsanwaltschaft hat ein Gutachten in Auftrag gegeben. Neben einer technischen Untersuchung des Fahrzeugs sollen auch die Unfallspuren analysiert werden. „Warum und wieso es zu diesem tragischen Unfall kam, ist derzeit noch völlig unklar“, betont Linden.
Für Ersthelfer hat der erfahrene Polizist eine klare Botschaft: „Das Allerwichtigste ist, zunächst die Unfallstelle abzusichern – damit es nicht zu einem Folgeunfall kommt. Dann den Notruf absetzen und prüfen, ob und wie viele Verletzte da sind. Selbst wenn man nicht direkt helfen kann, ist es wichtig, dazubleiben und beruhigend auf Betroffene einzuwirken – wenn sie noch ansprechbar sind.“
Die betroffene Strecke war über mehrere Stunden vollständig gesperrt.





