Bereits im November 2025 wurde ein über 80-jähriger Münchner Opfer eines Cyberbetrugs im Stadtteil Neuhausen-Nymphenburg. Eine vermeintliche Krypto-Börse lockte ihn mit überdurchschnittlichen Gewinnversprechen. Der Senior überwies zunächst kleinere Beträge, später auch höhere Summen, die nie in Kryptowährungen investiert wurden, sondern bei den Tätern landeten.
Geldübergaben führten zur Festnahme
Da ab Mitte Dezember keine elektronischen Transfers mehr möglich waren, hob der Münchner mehrfach Bargeld ab und übergab es einer unbekannten Person. Sein Sohn wurde misstrauisch und informierte die Polizei. Am 10. Februar 2026 konnte die Polizei während einer geplanten Geldübergabe einen 22-jährigen ukrainischen Tatverdächtigen festnehmen. Der Mann, der keinen festen Wohnsitz in München hat, wurde am 11. Februar einem Ermittlungsrichter vorgeführt und in Untersuchungshaft genommen.
Der Schaden beträgt mehrere zehntausend Euro, und die Ermittlungen werden vom Kommissariat 72 weitergeführt. Die Münchner Polizei warnt vor der verbreiteten Betrugsmasche mit vermeintlich lukrativen Investitionen und gibt Präventionstipps, um nicht Opfer solcher krimineller Netzwerke zu werden.
Zwei Festnahmen im Landkreis Dachau und Berlin
Im Landkreis München erlitt eine weitere über 80-jährige Frau infolge eines Callcenterbetrugs einen finanziellen Verlust. Betrüger, die sich als Polizisten ausgaben, erbeuteten bei einem inszenierten Einbruch Bargeld und Wertgegenstände im Wert von mehreren Tausend Euro. Eine ähnliche Straftat fand kurz darauf im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen statt. Dort wurde ein 20-jähriger Deutscher, der bereits am 27. August 2025 in den Betrug verwickelt war, vorläufig festgenommen.
Dank intensiver Ermittlungen durch das Kommissariat 61 wurden zwei weitere Verdächtige identifiziert. Ein 22-jähriger Deutsch-Libanese aus Berlin soll die Abholungen telefonisch organisiert haben und wurde am 13. Februar 2026 verhaftet. Der 20-jährige Deutsch-Iraker aus dem Landkreis Dachau fungierte als Fahrer und wurde am 17. Februar festgenommen. Handys und andere Datenträger wurden bei beiden sichergestellt.
Trickdiebstahl in Brunnthal
Am 18. Februar 2026 drangen zwei bislang unbekannte Täter in das Haus einer über 80-jährigen Frau in Brunnthal ein. Sie gaben vor, Mitarbeiter der „Wasserwirtschaftswerke“ zu sein und führten angebliche Überprüfungen aufgrund eines Wasserschadens durch. Während einer die Seniorin ablenkte, durchsuchte der andere das Haus nach Wertgegenständen. Die Täter entwendeten Bargeld und eine teure Armbanduhr und entkamen mit einem Kleintransporter.
Beide Täter werden als etwa 1,80 Meter groß, mit südländischem Erscheinungsbild, dicklich, rundlichen Gesichtern und kurzen dunklen Haaren beschrieben. Sie trugen dunkle Kleidung und sprachen hochdeutsch mit leichtem türkischen Akzent. Die Polizei bittet um Mithilfe und Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, sollen sich melden.


