Ratiopharm Ulm hat nach vier Siegen in Folge wieder eine Niederlage hinnehmen müssen. In einer langen und hart umkämpften Partie unterlag das Team von Trainer Ty Harrelson bei den MLP Academics Heidelberg knapp mit 90:93. Trotz eines starken Starts mit mehreren erfolgreichen Dreipunktwürfen brachten sich die Gäste im Verlauf der Begegnung immer wieder selbst in Schwierigkeiten – vor allem durch zahlreiche Ballverluste und zugelassene zweite Chancen.
Die Partie begann aus Sicht der Gäste vielversprechend. Gleich mehrere erfolgreiche Distanzwürfe sorgten früh für eine zweistellige Führung. Der Ball lief gut durch die Reihen, freie Würfe wurden konsequent genutzt. Heidelbergs Trainer Carlo Finetti reagierte früh mit einer Auszeit, als sein Team bereits deutlich zurücklag.
Doch die Hausherren fanden anschließend besser ins Spiel. Während Ulm offensiv zunehmend Fehler unterliefen, arbeiteten sich die Academics vor allem über Freiwürfe wieder heran. Noch vor der ersten Viertelpause war der Vorsprung der Gäste deutlich geschrumpft.
Im zweiten Abschnitt verlor Ulm zeitweise den Rhythmus. Zwar sorgte ein spektakulärer Alley-Oop – vorbereitet von Mark Smith für Chris Ledlum – für ein Highlight, doch Heidelberg blieb aggressiv und nutzte die Fehler der Gäste konsequent aus. Zur Halbzeit lag Ulm nur noch knapp vorne.
Entscheidung im Schlussviertel
Auch nach der Pause blieb das Spiel ausgeglichen. Beide Teams lieferten sich ein intensives Duell, doch immer wieder verhinderten einfache Fehler, dass sich Ulm absetzen konnte. Heidelberg nutzte diese Unsicherheiten und ging gegen Ende des dritten Viertels erstmals in Führung. Vor dem Schlussabschnitt stand es ausgeglichen.
Im letzten Viertel übernahmen die Gastgeber dann endgültig die Kontrolle. Heidelberg sammelte wichtige Offensivrebounds und setzte Ulm defensiv unter Druck. Die Gäste gerieten früh in Foulprobleme, während die Fehlerquote weiter hoch blieb.
Trotzdem blieb die Partie bis in die Schlussphase offen. Ulm bekam noch mehrere Chancen auf die Wende, doch ein Korbleger von Mark Smith zur möglichen Führung sowie zwei Dreierversuche von Chris Ledlum und Smith zum Ausgleich verfehlten ihr Ziel.
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Jensen überzeugt als Spielmacher
Ein Lichtblick auf Seiten der Ulmer war Tobias Jensen. Der dänische Nationalspieler überzeugte als Spielmacher mit einer starken Leistung und brachte Struktur ins Offensivspiel. Mit 16 Punkten, vier Rebounds und neun Assists verpasste er ein Double-Double nur knapp.
Topscorer der Gäste war Chris Ledlum mit 22 Punkten. Viel Zeit zum Ärgern bleibt jedoch nicht: Bereits am Mittwoch steht das nächste Spiel an, wenn die Uuulmer erneut gefordert sind.




